Hundehaftpflicht - Versicherungsvergleich

Achtung: gesetzliche Versicherungspflicht für Hunde in Niedersachsen, Hamburg und Sachsen.

Hundehaftpflicht Versicherung

Auch wenn Ihr Hund brav und folgsam ist, kann dieser für Schäden verantwortlich sein. Es können zum Beispiel Sachschäden entstehen, wenn Ihr Hund beim Spielen aus Versehen auf die Straße gelangt und dadurch 2 Autos zusammenstoßen. Ihr Hund fühlt sich durch jemanden bedroht und wehrt sich instinktiv, er zerfetzt einer dritten Person die Hose, auch hier kommt die Tierhalterhaftpflicht für Ihren Hund auf. Ebenso für eventuelle Personenschäden. Im § 833 des Bürgerlichen Gesetzbuches ist geregelt, dass der Hundehalter alle anfallenden Kosten auch mit seinem Privatvermögen ausgleichen muss, dafür würde nun die Hundehaftpflichtversicherung aufkommen. Wenn Sie bedenken, das vor allem die Schadenssumme bei Personenschäden bis zu mehreren Zehntausend Euro betragen kann, hier eine Verjährungsfrist von 30 Jahren besteht, sollten Sie dieses Risiko auf alle Fälle vermeiden. Die Hundehaftpflicht kommt sowohl für Personen- und Sachschäden auf, als auch für Vermögensschäden.


Welche verschiedenen Kriterien sollten bei der Hundehaftpflichtversicherung bedacht werden?

Tierhaltern die in Miete wohnen, ist es zu raten, mit der abgeschlossenen Versicherung Mietschäden abzudecken. Der Vermieter kann den Hundehalter für Schäden am zur Verfügung gestellten Mobiliar, an Türen oder Wänden haftbar machen. Fahren Sie mit Ihrem vierbeinigen Liebling in den Urlaub, sollte die Hundehaftpflicht auch Mietschäden an mobilen Gegenständen beinhalten. Hierzu gehören alle Gegenstände in Hotelzimmern oder Ferienwohnungen, vom Sessel bis hin zum Fernseher.
Das deutsche Recht sieht vor, dass immer der Hundehalter haftet, egal wer den Hund gerade führt. Wenn also eine dritte Person mit Ihrem Hund spazieren geht, hier etwas passiert, sind sie in der Haftung. Deswegen sollte Ihre Tierhalterhaftpflicht das Hüten durch eine dritte Person einschließen, somit blüht Ihnen kein böses erwachen. Im schlimmsten Fall kann es passieren, das Ihr Hund den fremden Hüter selbst beißt und verletzt, hier haftet ebenfalls die Hundehaftpflicht.
Wenn Sie und Ihr Hund selbst geschädigt werden, haftet im Regelfall die Haftpflicht des Verursachers. Allerdings kann es natürlich passieren, dass dieser mittellos ist. Dann müssten Sie alle Kosten decken, oder Sie decken mit der Hundehaftpflicht auch diese Schäden mit ab. Lassen Sie Ihren Hund frei herumlaufen, steigt die Schadensgefahr, je nach Versicherungsart ist die Führung ohne Leine im generellen Versicherungsumfang enthalten, oder kann dazu gebucht werden.


Welche Schäden werden von einer Hundehaftpflicht nicht beglichen

Verletzt Ihr Hund Sie selbst, kommt die Tierhalterhaftpflicht nicht für den Schaden auf, ebenso wenig Schäden die durch eine böswillige Provokation des Hundes entstehen. Die Versicherung wird jeden Schadensfall sorgfältig prüfen und entscheiden, ob der Schadensersatzanspruch rechtens ist. Kommt es hierbei zu einem Streitfall, übernimmt die Hundehaftpflicht auch die anfallenden Prozesskosten. Es ist nicht möglich, die Hundehaftpflichtversicherung bei Schäden durch gewerbliche Nutzung des Hundes zu belangen, zum Beispiel wenn ein geschulter Firmenwachhund bei der Verfolgung eines Einbrechers materiellen Schaden anrichtet.


Was ist zu tun, wenn die Tierhalterhaftpflicht in Anspruch genommen werden muss?

Der Schadensfall muss unverzüglich der Versicherung gemeldet werden, hierfür geben die Versicherungen verschiedene Fristen vor. Der eingetretene Fall muss sorgfältig und genauestens beschrieben werden, wenn es geht mit einer Skizze, damit sich die Haftpflichtversicherung ein genaues Bild der Situation machen kann. Geben Sie einen Schadensfall an die Versicherung ab, müssen Sie sich ab sofort aus dem Schadensfall heraushalten, Sie dürfen unter keinen Umständen schriftliche Einverständniserklärungen unterschreiben, oder Vergleiche abschließen. Es obliegt alleine der Versicherung, ob diese den Schadensfall anerkennt und dadurch die Hundeversicherung zum Tragen kommt. Die genaue Prüfung sollte auch in Ihrem Sinne sein, denn bei Schadensfällen könnten die Prämien der Hundehaftpflicht steigen.

Die Hundehaftpflicht kann jederzeit mit einer vorgegebenen Kündigungsfrist gekündigt werden, diese lautet in Regel 3 Monate. Die Versicherungen verlängern sich automatisch um meistens 1 Jahr, wenn diese nicht vorher durch eine Kündigung beendet werden. Neben dieser ordentlichen Kündigung, gibt es auch Sonderfälle, bei diesen Sie als Versicherter innerhalb eines Monats kündigen können. Dies ist bei einer Erhöhung der Versicherungsprämie trotz gleichbleibender Leistung möglich, die Kündigung kann allerdings frühestens zum Eintritt der Prämienerhöhung stattfinden. Sollte die Haftpflichtversicherung zum Tragen kommen, können beide Vertragsparteien die Hundehaftpflicht kündigen.


Für Kampfhunde müssen gesonderte Versicherungen abgeschlossen werden

Nicht alle Hunderassen werden automatisch durch die normale Versicherung für den Hund versichert, Kampfhunde müssen aufgrund Ihres Gefahrenpotentials extra versichert werden. Auch hier kann der Hundehalter alle Eventualitäten absichern, es steigen lediglich die Versicherungsgebühren. Hierzu zählen der Pitt Bull Terrier und der Bullmaststiffs, aber auch verschiedene Stafford Mischungen. Die sogenannte Kampfhundehaftpflicht kostet zunächst zwar etwas mehr an Versicherungsbeiträgen, dafür kann Ihnen als Versicherungsnehmer kein blaues Wunder, in Form von sehr hohen finanziellen Kosten, blühen.