Akita

Beschreibung:

Der Akita ist ein japanischer Spitz. Es gibt zwei Erscheinungsformen, den hier beschriebenen rein japanischen und den amerikanischen Typ Great Japanese Dog (American Akita). Die Rasse wurde erst 1999 von der FCI in zwei Rassen aufgeteilt. Seitdem trägt der japanische Typ ausschließlich den Namen „Akita“, der Zusatz „Inu“ (japanisch für "Hund") entfällt. Der Akita ist ein großer, gut proportionierter Hund mit einer Widerristhöhe von bis zu 70 cm. Er ist von kräftigem Körperbau und hat eine robuste Konstitution und das Verhältnis Widerristhöhe zu Körperlänge beträgt 10:11. Die Statur des Akitas ist kräftig und muskulös.

Auffällig ist seine breite Stirn mit der typischen Stirnfurche. Die Ohren sind klein, dreieckig, eher dick, aufrecht, nach vorne geneigt. Das Fell ist hart mit grobem Deckhaar und weicher, dichter Unterwolle und hat die Farben Rot-falbfarben, Sesam (rot-falbfarbene Haare mit schwarzen Spitzen), Brindle, Weiß. Die Rute wird fest eingerollt auf dem Rücken getragen. Wegen der dichten Unterwolle muss ein Akita regelmäßig gebürstet werden. Dies ist gerade während des Haarwechsels von größter Bedeutung.

Gesundheitliches:

Bei Akitas tritt das kongenitale Vestibularsyndrom, eine Erbkrankheit des Innenohrs mit Gleichgewichtsstörungen und unter Umständen Taubheit, gehäuft auf. Ebenso Sebadenitis, eine entzündliche Hautkrankheit, bei der durch autoimmunologische Reaktion eine progressive Zerstörung der Talgdrüsen stattfindet.

Wesen:

Der Akita ist ein intelligenter, ruhiger, robuster und starker Hund mit ausgeprägtem Jagd- und Schutztrieb. Aufgrund seines Jagdtriebs und Eigensinns ist er kein leichtführiger Hund. Er ist sehr revier- und rangordnungsbewusst und duldet fremde Hunde nur ungern neben sich wobei er deutlich seine Dominanz zeigt. Er ist zuverlässig in seiner Familie und mit Kindern, mit denen er sich in der Regel gut versteht. Zudem ist er ein pflegeleichter Hund, der engen Familienanschluss und bei konsequenter Erziehung viel Verständnis für sein Wesen braucht. Auf Grund des starken Wesens des Akitas ist er weitest gehend stressfrei und bewahrt den kühlen Kopf seines Rudels. Dies macht ihn unerschütterlich. Von Natur aus ist er eher misstrauisch, aber seinem Herrn und seiner Familie treu ergeben und absolut loyal. Fremden gegenüber ist der Akita allerdings sehr zurückhaltend.




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Herkunft und Geschichtliches:

Über die Abstammung der japanischen Rasse Akita gibt es viele Studien und Untersuchungen und noch mehr Meinungen. Der Name hat seine Herkunft von der heutigen Präfektur Akita (Umgebung der Stadt Odate). Die Zusätze Inu und Ken bedeuten einfach Hund. Laut Dr. Uchida waren diese Hunde bereits in vorhistorischen Zeiten in Japan zu finden.

Dr. Saburō Watase (jap. 渡瀬庄三郎 [1]) sieht den Ursprung der Rasse in hochnordischen Hunden, die mit Menschen auf die japanischen Inseln einwanderten. Die genaue Entwicklungsgeschichte der Rasse lässt sich jedoch nicht eindeutig nachvollziehen. Fest steht nur, dass diese Hunde ein Teil der japanischen Geschichte und Kultur sind. Japaner verstanden diese Tatsache schon anfangs des 20. Jahrhunderts, und im Rahmen der Bemühungen um den Erhalt dieser Rasse erklärten sie im Juli 1931 den Akita zum Naturdenkmal Japans, als erste von sieben typisch japanischen Hunderassen. Die Ausfuhr aus Japan war bis 1945 sogar verboten. Der bekannteste Akita ist der Hund Hachikō.

Laut in 2010 veröffentlichten genetischen Analysen der Einzelnukleotid-Polymorphismen von 912 Hunden und 225 Grauwölfen gehören Akitas zu den Hunden, bei denen starke Hinweise auf eine spätere Beimischung von Grauwölfen in ihrer Geschichte gefunden wurden. Beim Akita wurden (wie beim Dingo, dem Chow Chow und Shar Pei) Hinweise auf eine Beimischung von Chinesischen Wölfen gefunden. Zugleich gehören Akitas zu den Hunden, welche von den meisten anderen untersuchten Rassen sehr stark genetisch abgegrenzt sind und als „altertümliche Rassen“ (im Original „ancient breeds“) bezeichnet werden. Innerhalb dieser Hunde gehören Akitas mit dem Neuguinea-Dingo, dem Chow Chow, dem Dingo und dem Shar-Pei zur „Asiatischen Gruppe“.[2]

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Akita_(Hund) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.