Alpenländische Dachsbracke

Beschreibung:

Die Alpenländische Dachsbracke ist ein niederläufiger Hund (bis 42 cm) mit robustem, starkknochigem Körperbau, dichtem Haarkleid aus sehr dichtem Stockhaar mit dichter Unterwolle, das den ganzen Körper bedeckt und gut anliegt. Die Idealfarbe ist dunkles Hirschrot mit oder ohne leichter schwarzer Stichelung, sowie schwarz mit klar abgegrenztem rot-braunen Brand an Kopf (Vieräugl), Brust, Läufen, Pfoten und an der Rutenunterseite. Laut Rassebeschreibung des FCI ist ein weißer Bruststern erlaubt.

Der Rumpf ist kräftig und gut bemuskelt, langgestreckt, mit robustem, starkknochigem Körperbau, das Verhältnis der Widerristhöhe zur Rumpflänge beträgt 2 : 3. Die Ohren sind hoch angesetzt, ohne Falten breit und glatt herabfallend, mittellang (soll bis zum Fangzahn reichen), unten gut abgerundet.

Verwendung:

Die Alpenländische Dachsbracke ist ein robuster, wetterharter Gebrauchshund, der als anerkannte Schweißhunderasse auch für die Nachsuche eingesetzt wird (Aufspüren verletzten Wilds). Sie kommt aber auch in der Brackierjagd und bei der Stöberjagd zum Einsatz.

Die Dachsbracke ist der einzige fährten-/sichtlaut jagende Schweißhund. Die Hunde werden von Zuchtverbänden ausschließlich an Jäger abgegeben, um ihnen über die Arbeit im Revier eine ihren Anlagen entsprechende Haltung zu gewährleisten.

Herkunft und Geschichtliches:

Im 19. Jahrhundert gab es im Gebiet der bayrischen und österreichischen Alpen, teilweise auch im schweizerischen Graubünden, zahlreiche Hunde vom Typ der Alpenländischen Dachsbracken. Die Hunde variierten jedoch im Aussehen sehr stark. In den 1880'ern soll man sich im Erzgebirge um die Zucht der Dachsbracken bemüht haben, aber erst ab 1871 wurden sie systematisch gezüchtet. Da sich die Zucht anfangs auf das Erzgebirge konzentrierte, nannte man die Hunde bis 1975 Alpenländische-Erzgebirgler Dachsbracke[1].

Um 1895 gab es mehrere Aufrufe zur Reinzüchtung dieser Rasse, sodass bald darauf der erste Internationale Dachsbracken-Club gegründet wurde. Aufgabe dieses Clubs war es, eine konstante Form und geeignete Rassekennzeichen festzulegen. 1908 wurde der Club aufgelöst, zwei Jahre später nahm sich der österreichische Klub Dachsbracken der Zucht der Alpenländischen Dachsbracke an. Der erste Weltkrieg führte zu einem starkem Rückgang der Mitgliederzahl des Clubs, nach einer Neuorganisierung im Jahre 1923 gab es aber bald wieder mehr als 700 Mitglieder.

Der Österreichische Kynologenverband erkannte die Rasse 1932 offiziell an.[1] Im Zweiten Weltkrieg kam es zum erneuten Rückgang der Zucht; erst ab 1945 wurden Zuchtlinien wieder aufgebaut. 1991 wurde die Alpenländische Dachsbracke von der FCI anerkannt. Bis 1978 wurden etwa 6500 Dachsbracken ins Zuchtbuch eingetragen.

 

 

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