Barsoi

Beschreibung:

Der Barsoi (teilweise auch Russischer Windhund gennant) ist ein typischer Windhund. Er wird bis zu 85 cm Widerristhhe gro und in Ausnahmefllen sogar bis zu 95 cm gro.

Fr Konformitt zum Rassestandard entscheidend ist hierbei, dass das rassetypische Gesamtbild erhalten bleibt. Das Haar eines Barsois an den Rippen, der Vor- und der Hinterhand und an den Flanken muss lang und von sehr feiner Textur sein.

Das Haar dieses Hundes ist seidig, weich und geschmeidig sowie gewellt oder bildet kurze Locken. Auf Kopf, Ohren und Gliedmaen ist das Haar satiniert (seidig, aber schwerer), kurz und gut am Krper anliegend. Auf dem Krper ist das Haar von recht langer und gewellter Natur. In der Schulterblattregion und auf der Kruppe bildet es feinere Locken. Auf Rippen und Schenkel ist das Haar krzer. Das Haar, das die Federn, die „Hosen“ und die Fahne der Rute bildet, ist lnger. Das Haar am Hals ist reichlich und dicht.

Der Barsoi kommt in Kombination aller Farben vor, jedoch niemals mit blau, braun (schokoladenfarben) sowie jeder Abstufung dieser Farben. Alle Farben drfen einfarbig oder gescheckt vorkommen. Federn, „Hosen“ und die Fahne der Rute sind deutlich heller als die Grundfarbe. Die Nase und die Lefzen mssen schwarz sein und die Augen mglichst gro,  dunkel und mandelfrmig.

Gesundheitliches:

Der Barsoi gilt wie viele der groen bis sehr groen Hunde als anfllig fr Magendrehung. Aufgrund seiner Verwandtschaft zum Collie gilt er als zur Risikogruppe der Hunde mit MDR1-Gendefekt gehrig - dies wird derzeit durch eine Studie der Universitt Gieen geprft.

Wesen:

Im Wesen ist der Barsoi, obgleich zur Gruppe der okzidentalen Windhunde gehrig, den orientalen (Afghanischer Windhund, Azawakh, Saluki und Sloughi) nher. Dadurch kann man ihn auch als Bindeglied zwischen Okzident und Orient betrachten.

Der russische Windhund ist ein liebenswrdiger und anhnglicher Begleithund, der ruhige Gelassenheit und Wrde auszustrahlen vermag. Fremden Menschen und Hunden begegnet er in der Regel mit vornehmem Misstrauen. Wird er aber als Welpe gut sozialisiert, zeigt er sich spter souvern. Rden knnen im Alter von drei bis vier Jahren ein starkes Selbstbewusstsein entwickeln. Mit diesem begegnen sie dann anderen Rden.

Barsois zeigen wie die meisten Windhunde ein ausgeprgtes Jagdverhalten und knnen sehr schnell und heftig auf potentielle Beutetiere oder bewegliche Objekte reagieren. Diese Tatsache sollte man sich bei dem Umgang mit einem Barsoi immer ins Gedchtnis rufen.

Der Barsoi zhlt, wie die meisten Windhundrassen (insbesondere Greyhound, Whippet, Magyar Agar und Saluki), zu den schnellsten Landtieren der Erde.

Herkunft und Geschichtliches:

Der Name stammt vom russischen „borsy“ (борзый, zu deutsch schnell) ab. Bis etwa 1850 gab es keinen einheitlichen Typ.

Fr den in der heutigen Zeit bekannten Barsoi selektierten Zchter aus etwa 10 unterschiedlichen Schlgen. Schon im 14. und 15. Jahrhundert wurde der Barsoi in Russland von Grogrundbesitzern zur Hetzjagd verwendet. Diverses Growild, Fchse, Wlfe und Hasen wurden gejagt. Bis um das Jahr 1914 war er der „Nationalhund“ der Russen. Vor etwa 150 Jahren begannen die Englnder, die Rasse ihren Vorstellungen anzupassen. Ende des 19. Jahrhunderts kam er nach Deutschland.[1]

Die ersten Windhundrennvereine Deutschlands wurden von Barsoi-Besitzern gegrndet, prominentestes Beispiel ist der heutige Dachverband DWZRV, der Deutsche Windhund Zucht- und Renn-Verband.

Der Barsoi gilt als eine der am hufigsten in der Kunst als Motiv vorkommenden Hunderassen. Beispiele hierfr sind neben Bildern Bronzeskulpturen, wie z.B. "einzelner Barsoi" von Marcel Debut um 1890 oder "Barsoi und Whippet" von Georges Gardet um 1880, oder die diversen Keramik- und Porzellanskulpturen (Imperial, Lomonossow, Hutschenreuther, Meiner Porzellanmanufaktur).

Aus dem Barsoi wurde durch Kreuzungen mit dem Longhaired Whippet seit den 1980er Jahren der Silken Windhound gezchtet.

 

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Barsoi aus der freien Enzyklopdie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz fr freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfgbar.