Beagle

Beschreibung:

Der Beagle gehrt zu der Gruppe der Bracken und ist nach der Beschreibung der FCI ein robuster, kompakter Jagdhund, der den Eindruck von Qualitt vermittelt, ohne grob zu wirken. Beagles werden zwischen 33 und 40 cm hoch (Widerristhhe) und erreichen ein Gewicht von bis zu 18 kg.

Der Kopf eines Beagles ist von miger Lnge. Er ist kraftvoll gebaut ohne dabei grob zu wirken und hat einen ausgeprgtem Stop. Seine kurzen Beine sind beraus krftig und muskuls, wirken dabei aber nicht dick. Die Augen sind dunkel- oder haselnubraun. Sie sind ziemlich gro mit sanftem, gewinnendem Ausdruck. Das Gebiss hat krftige Kiefer mit einem perfekten, regelmigen und vollstndigen Scherengebiss.

Die tief angesetzten Ohren des Beagles sind von langer Natur und am Ende abgerundet. Sie reichen nach vorne gelegt fast bis zur Spitze der Nase. Das Ohrleder ist dnn und liegt an der Backe an.

Die Rute ist dick und hoch angesetzt. Sie wird ber der Rckenlinie frhlich getragen, aber nicht ber den Rcken gerollt oder vom Ansatz nach vorne geneigt. Die Rutenspitze ist wei.

Verwendung:

Der Beagle wird in Deutschland nur noch selten jagdlich gefhrt. Die gesetzlichen Bestimmungen ber die mindest erforderliche Reviergre von 1000 Hektar fr die Brackenjagd schrnken diese Mglichkeiten in der heutigen Zeit sehr stark ein. Ein an die Jagd herangefhrter Beagle verfolgt den Hasen spurlaut mit ausgeprgter Beharrlichkeit. Ist die Jagd einmal begonnen, so ist es fast unmglich einen Beagle abzurufen. Der ausgeprgte Jagdtrieb lsst nur zwei Mglichkeiten, die Jagd zu beenden: durch Beutemachen oder aufgrund Ermattung. Sein starker Wille zum Stck zu finden macht ihn auf der Schweissfhrte etwas ungestm. Doch bei regelmigem Training bleibt er auch auf der 40 Stunden alten Schweissfhrte beharrlich. Diese Hunderasse ist ein beliebter Meutenhund fr Schleppjagden in Deutschland.[2]

Der Beagle ist kein Apportierhund, weil zum Beispiel ein ausgewachsener Hase zu schwer fr ihn ist. Doch sein Drang nach Beschftigung vor allem fr die Nase macht ihn insbesondere fr die Arbeit auf der Schleppe geeignet. Dafr trgt er ein Kaninchen auch ber weite Strecken dem Jger zu. Der Hund ist wasserfreudig und auch an Federwild heranzufhren. Der Beagle ist durchaus Kandidat fr die jagdliche Gebrauchsprfung und die Schweiprfung.[3]

Diese Hunderasse wurde jahrhundertelang nur auf die Jagd in der Meute gezchtet. Jeder Beagle, der nicht optimal der Spurensuche und Treibjagd nachging, aber auch solche, die Aggressionen innerhalb der Meute zeigten, wurde gnadenlos aussortiert. Daher stammen auch seine besonderen Fhigkeiten und sein ueres. Der Beagle war ursprnglich ein Funktionshund und bis ins 20. Jahrhundert jedenfalls nicht als Familienhund gezchtet. Dieses Erbe trgt diese Hunderasse heute noch in sich. Der Halter braucht Erfahrung, eine feste Hand, sehr viel Geduld und viel Liebe bei der Aufzucht eines Beagles. Verfressenheit und der Hang zur Jagd bestimmen heute noch das Wesen vieler Beagles.

In der biomedizinischen Forschung am Hund werden oft Beagles als Versuchstiere verwendet.

Wesen:

Der Beagle ist ein uerst frhlicher und bewegungsfreudiger Hund. Sein Wesen ist liebenswrdig und aufgeweckt. Dabei zeigt er keine Anzeichen von Angriffslust oder ngstlichkeit. Bei der Jagd beweist er Zhigkeit und Zielstrebigkeit.

Beagles sind Meutehunde und damit ausgesprochene Rudeltiere und bentigen durch diesen Umstand die Gesellschaft anderer Hunde oder vertrauter Menschen. Sie sollten daher unter keinen Umstnden alleine im Zwinger gehalten werden.

Wie alle Bracken haben auch Beagle eine hervorragende Nase. Sie sind bis ins 20. Jahrhundert hauptschlich fr die Jagd in der Meute gezchtet worden und brauchen daher viel Auslauf und Bewegung. Beagle neigen als Meutehunde dazu, bermig zu fressen.

Herkunft und Geschichtliches:

Der Ursprung des Wortes Beagle ist nicht eindeutig geklrt. Es ist mglich, dass das Wort vom franzsischen Begriff begueule abgeleitet wurde, was so viel wie geffnete Kehle oder lautes Maul bzw. Gromaul bedeutet. Auch wre der franzsische Begriff beugler mglich, was zu brllen bedeutet, oder ein angeblich alter deutscher Begriff begele, was schelten bzw. schimpfen bedeuten soll. Genauso wre auch die alte englische, franzsische oder walisische Bezeichnung beag mglich, was so viel wie klein bedeutet.

Der Beagle ist ein Jagdhund, der ursprnglich in England als lauffreudiger Meutehund speziell fr die selbststndige Treibjagd auf Feldhasen und Wildkaninchen gezchtet wurde.

Im AKC und KC wird der Beagle zur Hound group, also zu den Jagdhunden gezhlt. Er jagt hauptschlich in der Meute und wird sowohl zu Fu als auch zu Pferd gefhrt, im Gegensatz zu den Foxhounds, die berwiegend zu Pferd auf der Fuchsjagd begleitet werden. Daher wurden die Beagle frher auch als die „Treibhunde der armen Leute“ bezeichnet. Beaglemeute Der Ursprung dieser Hunderassen wird teilweise in Frankreich im Bereich der Normandie vermutet. Von dort sollen weie Hubertushunde (auch als Ardennenbracke bzw. Chien St. Hubert bezeichnet) durch die normannische Familie Talbot im Heer Wilhelms des Eroberers 1066 nach England gelangt sein, deren Ursprung bis ins 9. Jahrhundert auf Zchtungen von Mnchen des nach dem Heiligen St. Hubertus genannten Klosters in den Ardennen zurckgeht.

Um das Jahr 1400 fanden die Briten whrend des Hundertjhrigen Kriegs im Sden Frankreichs, in der Gascogne, weitere, ihnen bis dahin unbekannte Hunderassen. Sie waren von den mittelgroen, bunt gescheckten und gesprenkelten Hunden beeindruckt, die unermdlich ihrer Jagdleidenschaft nachgingen und auch den feinsten Fhrten noch nach langer Zeit folgen konnten. Dabei konnte man sie durch ihre tiefen Spurlaute weithin hren. Sie wurden aber auch als langsam und schwer, mit viel Hautsubstanz beschrieben. Diese Hunde wurden spter als Southern Hounds bezeichnet. Anders als die Northern Hounds waren die Southern Hounds mit schwarzen und braunen Tupfern und Platten auf weiem Grund bedeckt.

Durch die bis zur Ausrottung betriebene Jagd auf Hochwild wie Rehe und Hirsche und wehrhaftes Growild wie den Bren blieben nur noch jene scheuen Wildarten brig, die sich tagsber versteckten und die man nur durch Verfolgen ihrer Fhrte jagen konnte. Dazu waren die Northern Hounds nicht mehr feinnasig genug. Damit kann man davon ausgehen, dass der Ursprung der heutigen Hunderassen der Hounds sowohl auf die Northern Hounds als auch auf die Southern Hounds zurckgeht. In erster Linie ging es bei der Zchtung der Hounds um die Brauchbarkeit und nicht um Fragen des Aussehens.

Im Jahr 1515 tauchte in den Haushaltsbchern von Knig Heinrich VIII. erstmals Buchungen an den Keper of the Begles auf. Im Jahr 1615 erwhnte L.R. Jackson, alias Gervase Markham in seiner allgemeinen Beschreibung aller wichtigen Jagdhunderassen den little Beagle (kleinen Beagle), der in der Satteltasche des Jgers Platz findet und der begierig einer Wildspur nachging, es aber nur selten selber ttete, sondern nur ermden konnte. Er berichtete auch von einer Meute Beagles, die so klein waren, dass sie in einer Satteltasche Platz finden wrden. Tatschlich wurde eine Beaglemeute der Knigin Viktoria auf dem Bild Mr. Maynard and her Majesty's Beagles von William und Henry Barraud, etwa so gro wie Schuhe dargestellt.

Als wirklich eigenstndige Hunderasse existiert der Beagle erst seit 1890 durch die Anerkennung des Kennel Club Grobritanniens.

 

 

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