Bloodhound

Beschreibung:

Der Bloodhound ist ein sanfter, intelligenter und anhänglicher Hund. Er hat feines kurzes Fell welches in den zweifarbig schwarz und loh, zweifarbig leberfarben und loh oder einfarbig rot sein kann. Er kann eine Größe von bis zu 70 cm erreichen bei einem Gewicht von ungefähr 50 kg.

Die Ohren eines Bloodhounds sind sehr lang und dünn. Sie reichen bis über die Nasenspitze. Der Hals ist so beschaffen, dass der Hund im vollen Lauf leicht mit der Nase bis zum Boden reicht. Der Bloodhound (Hubertushund) jagte ursprünglich in Meuten und ist einer der ältesten großen Laufhunde. Er ist sogar im Stande Hirsche zu jagen und ist darüber hinaus mit einem sehr gutem Spürsinn ausgestattet.

Dem Bloodhound wird nachgesagt, dass er die weltbeste Hundenase haben soll. Beim Einsatz als Fährtenhund kann er oft noch unter ungünstigsten Bedingungen eine tagealte Spur aufnehmen und verfolgen.

Verwendung:

Der Bloodhound ist ursprünglich ein Lauf- und Meutehund für Hochwild. Er wird aber auch eingesetzt als Schweißhund zur Nachsuche, als Fährtenhund sowie als Familienhund. Vor allem bei der Suche nach Vermissten Personen wird der Bloodhound häufig von der Polizei eingesetzt. Darüber hinaus eignet sich der Bloodhound aufgrund seiner ausgeprägt guten Nase für das auffinden jeglicher Stoffe, sofern er auf diese trainiert wurde.

Wesen:

Die Erziehung eines Bloodhounds gestalltet sich nicht einfach. Der Hund scheint sich fast jedes Kommando erst einmal zu überlegen, zumal wenn es zum ersten Mal gegeben wird. Daraufhin Zwang anzuwenden erweist sich allerdings schnell als ineffektiv.

Der Bloodhound ist freundlich zu allen Wesen. Aus diesem Merkmal lässt sich seine – den Jägern unangenehme – Sturheit ableiten. Er ist ein idealer Haus- und Familienhund, starke Führung vorausgesetzt.

Herkunft und Geschichtliches:

Die Ursprünge dieser Hunderasse reichen vermutlich zurück bis in das 2. Jahrhundert, als die Vorfahren der Rasse bei den Kelten und Galliern als Laufhund verwendet wurden. Sie wurde von den Mönchen des Klosters Saint-Hubert in den Ardennen gezüchtet und diente bis ins 16. Jahrhundert in den königlichen Meuten. Im 11. Jahrhundert kam der Hubertushund nach England und wurde dort Bloodhound („Bluthund“) genannt.

Der heutige Bloodhound ist ein in Zuchtwahl erhaltener Hubertushund, der noch heute im Belgischen Zuchtbuch geführt wird. Eindeutig geklärt ist die Herkunft des Namens „Bloodhound“ nicht. Eine Möglichkeit wäre „von edlem Blut“, eine andere, wahrscheinlichere, leitet den Namen von der Fähigkeit her, die Blutspur von verletztem Wild zu verfolgen, in der Jägersprache „Schweißspur“ genannt (in diesem Sinne fungiert er als Schweißhund). Im kontinentalen Europa, besonders in Belgien, Luxemburg und Deutschland wurde der Hubertushund unter dem Namen Ardennenbracke in der Form eines sog.

Arbeitsschlags als reiner Jagdhund weitergezüchtet. Die Hunde aus der Ardenner Abtei gelten als Vorfahren vieler anderer Brackenrassen, besonders der Schweißhundrassen. Bei einigen Förstern und Berufsjägern ist die Ardennenbracke nach wie vor im jagdlichen Einsatz. Sie schätzen besonders die feine Nase, den Finderwillen und die besondere Führerbezogenheit dieses Hochwild-Jagdhundes, Eigenschaften, die bereits die Züchter im Ardennenkloster Saint-Hubert weit berühmt machte.

 

 

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