Bologneser

Beschreibung:

Der Bologneser ist ein kleiner Gesellschaftshund mit einem gedrungenem und kompaktem Rumpf. Sein Gewicht liegt ungefähr zwischen 2,5 kg und 4 kg bei einer Widerristhöhe zwischen 25 cm und 30 cm. Die Länge des Rumpfes, gemessen zwischen der Schulterspitze und dem Sitzbeinhöcker, entspricht der Widerristhöhe.

Der Bologneser sollte eine gerade Rückenlinie und eine hochangesetzter Rute besitzen. Die Rute sollte sich fröhlich über dem Rücken krümmen. Seine Bewegung ist frei und energisch sowie leicht tänzelnd. Der Kopf wird dabei edel und vornehm getragen. Sein Fell ist vom Kopf bis zur Rute weich fallend und lockig in reinem Weiß. Von der Rückenlinie bis zu den Pfoten ist es am ganzen Körper lang.

Der Bologneser besitzt einen leicht eiförmigen Kopf und einen nahezu quadratischer Fang mit schwarzem Nasenschwamm. Er hat große, runde Augen in tiefschwarzer Farbe mit schwarzen Lidrändern. Die Augen sind nicht hervortretend und ausdrucksstark. Die Ohren sind hoch angesetzt, lang und herabhängend.

Der Bologneser ist ein Hund von zartem und feinem Körperbau. Er ist ein beliebter und anpassungsfähiger Begleit- und Familienhund, der sehr unternehmungslustig und gelehrig ist. Er benötigt nur wenig Auslauf und ist dadurch für die Haltung in einer Stadtwohnung sehr gut geeignet.

Da er nicht haart ist er meist auch für Allergiker-Haushalte geeignet (der Bologneser ist ein sog. hypoallergenes Haustier)[A 1].

Verwendung:

Hunde dieser Rasse werden als Begleit- oder Familienhund verwendet.

Wesen:

Bologneser sind nicht überaktiv oder nervös, aber dennoch temperamentvoll. Sie sind von fröhlichem Wesen und immer zum Spiel aufgelegt und deshalb besonders für Familien mit Kindern geeignet.

Bologneser sind anhängliche und anschmiegsame Hunde. Sie sind darüber hinaus aber auch sehr wachsam.

Herkunft und Geschichtliches:

Der Bologneser (Bichon Bolognese) ist der Bichon des Landes Italien und ist Hunderasse, die vorwiegend in der italienischen Stadt Bologna heimisch war. Ursprünglich stammte sie aber nicht von dort. Vermutlich wurde der Bologneser von Seeleuten von den Balearen in die Stadt Bologna gebracht und war während der Renaissance in Frankreich und Italien verbreitet. Seine Ursprünge verschmelzen mit denen des Maltesers, denn als seine Vorfahren gelten dieselben kleinen Hunde, die Aristoteles (384-322 v. Chr.) unter dem lateinischen Begriff canes melitenses erwähnte.

Bereits zu römischer Zeit bekannt, zählte speziell der Bologneser zu jenen hochgeschätzten Geschenken, die sich die Mächtigen dieser Welt während einer ganzen Epoche zu machen pflegten. Dies galt insbesondere an den Höfen der Medici, Borgia und d'Este. Cosimo de' Medici (1389-1464) brachte 8 Bologneser mit nach Brüssel, um sie an den belgischen Adel zu verschenken. Philipp II., König von Spanien 1556-1598, erhielt vom Herzog d'Este zwei Bologneser zum Geschenk. Er bedankte sich mit den Worten, diese beiden Hunde seien „das königlichste Geschenk, das man einem Kaiser machen könne“.

Auch Madame de Pompadour, Katharina die Große sowie die Kaiserin Maria Theresia besaßen diesen intelligenten und fröhlichen Gesellschafter. Von dem Bologneser gibt es Darstellungen auf Stichen des 16. und 17. Jahrhunderts sowie auf Gemälden von Tizian, Pieter Brueghel der Ältere und Francisco de Goya. Es besteht eine enge Verwandtschaft zum Malteser, zum Havaneser und zum Bichon Frisé. Alle vier Rassen zählen zu den Bichons, was „Schoßhund“ bedeutet, und vom französischen bichonner (= verhätscheln) abgeleitet ist. Dies geht zurück auf den Hof von Heinrich III., König von Frankreich 1574-1589, wo die Popularität dieser Hunde ihren Höhepunkt erreichte.

Es ist überliefert, dass der König sich seinen Bichon Frisé auf einem Kissen von einem Lakaien überall hinterher tragen ließ. Weitere verwandte Rassen sind der Coton de Tuléar und das Löwchen (Petit chien lion).

 

 

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