Braque du Bourbonnais

Beschreibung:

Die Braque du Bourbonnais wird auch Bourbonnaiser Vorstehhund genannt und ist eine französische Hunderasse. Rüden dieser Hunderassen erreichen eine Größe, die etwa zwischen 51 cm und 57 cm liegt. Hündinnen, die in der Regel etwas eleganter gebaut sind, erreichen eine Widerristhöhe, die zwischen 48 cm und 55 cm liegt. Der FCI-Rassestandard legt sich nicht auf ein Gewicht fest.

Der Bourbonnaiser neigt ein wenig zu einem stämmigem und gedrungenem Körperbau. Er ist ein kräftiger, kompakter und muskulöser Hund von mittlerer Größe. Er hat einen starken und breiten Fang und mittellange Hängeohren.

Die Braque du Bourbonnais hat kurzes, dichtes und feines Fell. Bei manchen Hunden ist das Fell auf der Rückenpartie etwas länger. Am Kopf und auch an den Ohren sollte es aber sehr kurz sein. Die Grundfarbe des Fells ist weiß und darüber hinaus orange oder falbfarbend gesprenkelt. Zu viele farbige Flecken werden allerdings als Fehler angesehen. Eine Durchmischung ist erlaubt. So gibt es orange und falbfarende Schimmel einer Braque du Bourbonnais.

Verwendung:

Die Braque du Bourbonnais ist ein Jagdhund und wird dementsprechend jagdlich geführt. Diese Bracke eignet sich allerdings auch als Familienhund. Die Haltung einer Bracke sollte allerdings einen erfahrenen Halter voraussetzen.

Wesen:

Der Bourbonnaiser Vorstehhund ist ein intelligenter Hund mit hohem Jagdtrieb. Er verfügt über eine ausgezeichnete Nase und ist sehr leidenschaftlich, wenn es um die Jagd geht. Daheim ist er ein sehr zutraulicher, sanfter und anhänglicher Begleiter.

Herkunft und Geschichtliches:

Ein Hund mit dem Aussehen dieser Hunderasse ist im Jahre 1589 auf einem Holzschnitt von Ulisse Aldrovandi zu finden: ein stummelschwänziger, kurzrückiger Hund mit Forellenmuster. Aldrovandi nennt ihn: Hund von Bourbonnais auf Wachteljagd.

Züchter versuchten im 19. Jahrhundert ihn aus den über ganz Europa vorhandenen Vorstehhunden wieder nachzubilden, was gegen Ende dieses Jahrhunderts fast zum Erlöschen führte. Es wurden nun Pointer und Deutsch Kurzhaar zur Stabilisierung angekreuzt .[1]

In den 1930er Jahren versuchten Züchter ein blasses Fliederfarben und eine angeborene kurze Rute durchzusetzen. Diese strenge Selektion führte zu einer Bedrohung der Rasse: Vom Jahr 1963 bis zum Jahr 1973 erfolgten keine Eintragungen im französischen Zuchtbuch.

Im Jahre 1970 hat sich eine Gruppe von Züchtern um Michel Comte die Aufgabe gestellt, das Überleben des Bourbonnaiser Vorstehhundes zu sichern. Der französische Zuchtverband, der für den Rassestandard verantwortlich ist, sieht inzwischen die Zukunft der Rasse zuversichtlich.

 

Dieser Artikel basiert auf dem deutschen FCI Rassestandard:
Rassestandard Nr. 179 der FCI: Braque de l’Ariège
und auf dem Artikel Braque_du_Bourbonnais aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.