Bullmastiff

Beschreibung:

Der Bullmastiff ist ein groer, kraftvoller und massiger Hund. Man zhlt ihn zu Molossoiden.  Bullmastiff Rden erreichen eine Gre die zwischen 64 und 69 cm liegt. Dabei erreichen sie ein stolzes Gewicht von 50 kg bis 59 kg. Hndinnen werden etwa 61 bis 66 cm gro kommen auf ein ein Gewicht zwischen 41 kg und 50 kg.

Bullmastiffs haben einen groen und breiten Kopf, der quadratisch wirkt. Auf seiner Stirn hat er bei Interesse leichte Falten, die im Ruhezustand aber nicht sichtbar sein sollten. Die Ohren dieser Hunderasse sind klein und V-frmig. Sie sind hoch angesetzt und ihre Farbe ist etwas dunkler als die des Fells am restlichen Krper. Der Bullmastiff ist ein Hund von sehr krftigem Krperbau. Er hat eine lange (reicht bis zu den Sprunggelenken), krftige  und zum Ende hin verjngende Rute.

Bullmastiffs haben sehr kurzes Fell. Es ist hart, wetterbestndig und liegt am Krper an. Das Fells kommt in jeglichen Schattierung von gestromt, rehbraun oder rot vor. Ein kleines weies Abzeichen auf der Brust ist laut FCI-Standard erlaubt. Ein schwarzer Fang sowie schwarz umrandete Augen sind typische Markenzeichen.

Verwendung:

Der Bullmastiff hat in der Vergangenheit berwiegend als Wachhund gedient. Dabei sollte er vor allem Wilddiebe vertreiben und einschchtern. Im 20. Jahrhundert hatte er bei dieser Aufgabe allerdings immer weniger Verwendung gefunden, da auch die Zahl der Wildhter im Laufe der Zeit rapide gesunken ist. Man wusste allerdings seine Fhigkeiten schnell in anderen Bereichen zu schtzen. So kam es, dass er aufgrund seiner krftigen Statur bzw. seines imposanten Auftretens und seiner ausgezeichneten Nase ein universeller Diensthund unter anderem bei der britischen und amerikanischen Polizei wurde.

Darber hinaus entwickelte er sich auch zu einem geschtzten Familienhund. Sein Beschtzerinstinkt und sein sehr guter Umgang mit Kindern (Bullmastiffs haben in der Regel eine sehr hohe Reizschwelle) machten ihn hier sehr beliebt.

Rechtliches:

Der Bullmastiff steht in den Schweizer Kantonen Tessin und Genf auf der Rasseliste der potentiell gefhrlichen Hunderassen, die Haltung ist dort bewilligungspflichtig und in Genf sogar verboten.

Im sterreichischen Bundesland Vorarlberg wird er als Listenhund gefhrt. Dies gilt auch fr einige Bundeslnder Deutschlands.

Gesundheitliches:

Das Cavarial-Hyperostosis-Syndrom ist eine seltene Knochenerkrankung bei Hunden. Sie wurde im Jahr 1996 bei einem Bullmastiff erstmals registriert und danach bei weiteren entdeckt1. Im Jahr 2009 wurde ein hnliches Erkrankungsbild bei einem Beagle entdeckt2. Sie geht mit schmerzhaften Auftreibungen der Schdelkalotte einher und tritt bei Jungtieren innerhalb des ersten Lebensjahres auf. Die Ursache der Erkrankung ist bislang ungeklrt.

Wesen:

Bullmastiffs sind kraftvolle, intelligente und sehr wachsame Hunde. Sie haben eine groe Ausdauer und Aktivitt. Diese Hunde sind sehr treu, aufmerksam und lebhaft. Ein Bullmastiff ist sehr zuverlssig und mutig. Auerdem versteht er sich gut mit Kindern. Dies lsst sich auf seine Gelassenheit und Nervenstrke zurckfhren.

Bei der Erziehung sollte man beachten, dass ein Bullmastiff in gewissem Mae zur Sturheit tendiert. Man sollte dementsprechend eine konsequente und geduldige Erziehung anstreben.

Herkunft und Geschichtliches:

Der Bullmastiff entwickelte sich dem Vernehmen nach aus dem Old English Mastiff und der Bulldogge.

In der Vergangenheit gab es aufgrund des groen sozialen Geflles noch sehr viele Wilderer, die die Wildbestnde in den Anwesen der Landlords dezimierten. Wildhter sollten dies zu verhindern. Ihre Arbeit wurde allerdings durch die Todestrafe fr Wilddiebstahl immer gefhrlicher, denn es ist nachvollziehbar, dass ein bedrngter Wilderer in Betracht zog sich der drohenden Todesstrafe mit einem Angriff auf den Wildhter zu entziehen. Daraufhin setzten die Wildhter groe Jagdhunderassen  zum Stellen der Wilderer ein. Durch den ausgeprgten Jagdtrieb der eingesetzten Hunde wurde hufig der Wilderer lebensgefhrlich verletzt oder gar gettet. Damit kam die breitenwirksame ffentliche Hinrichtung nicht mehr zu Stande. Man  bentigte alse einen groen, krftigen Hund, der leise und furchtlos, aber sehr kontrolliert vorging, um den Wilderer relativ unversehrt zu stellen. Die Kreuzung aus Mastiff (ca. 60 %) und englischer Bulldogge (ca. 40 %) ergab fr diese Aufgabe geeignete Hunde.

Spter wurde der Bloodhound auch noch eingekreuzt und so wurde und so wurde der Geruchssinn und die Fhrtengngigkeit noch erheblich verbessert. Durch fortwhrende Zuchtauslese whrend der gefhrlichen, nchtlichen Einstze wurde ein vorzglicher Schutzhund geschaffen, der zunchst hufig als „Gamekeeper's Nightdog“ bezeichnet wurde.

Am 24. Dezember  des Jahres 1924 wurde diese neue Hunderasse mit dem Namen „Bullmastiff“ vom englischen Kennel-Club als eigenstndige Hunderasse anerkannt. Einen groen Anteil an der Verbreitung der Rasse ber die Grenzen Englands hinaus hatte der Zchter S. E. Moseley mit seinem „Farcroft“-Zwinger. Sein Stammrde hie Farcroft Fidelity und war einer der bekanntesten frhen Bullmastiffs.

 

Literaturangaben:

1. P. Muir et al.: Hypertrophic osteodystrophy and cavarial hyperostosis. In: Comp. Educ. Vet. Pract. 18 (1996), S. 143–150.
2. Alex Koch und Wolf von Bornhard: Hyperostotische Osteopathie der Schdelknochen (Calvarial Hyperostosis Syndrome, CHS) bei einem Beagle-Rden. In: Kleintierpraxis 54 (2009), S. 439–443
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Dieser Artikel basiert auf dem deutschen FCI Rassestandard:
Rassestandard Nr. 157 der FCI: Bullmastiff
und auf dem Artikel Bullmastiff aus der freien Enzyklopdie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz fr freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfgbar.