Cane Corso Italiano

Beschreibung:

Der Cane Corso Italiano ist ein großer, muskulöser und kräftiger Hund. Ein rüde dieser Hunderasse wird ungefähr 64 cm bis 68 cm und erreicht dabei ein Gewicht von 45.0 kg bis 50.0 kg. Hündinnen des Cane Corso Italiano werden etwas kleiner und auch leichter. Sie kommen auf eine Widerristhöhe von 60 cm bis 64 cm, bei einem Gewicht zwischen 40.0 kg und 45.0 kg. Insgesamt sollte dieser Hund länger als hoch gebaut sein.

Sein Kopf ist kräftig und massig. er ist typisch für einen Molosser. Die Ohren sind sehr hoch angesetzt, dreieckig, hängend, mit einem breiten Ansatz.

Das Haarkleid dieses Hundes ist kurz, glänzend und sehr dicht. Er hat wenig Unterwolle in schwarz, bleigrau, schiefergrau, hellgrau, hell falbfarben, hirschrot, dunkel falbfarben, gestromt in allen Schattierungen mit grauer oder schwarzer Maske, die nicht über die Augen hinaus reichen sollte.

Rechtliches:

Der Cane Corso wird in Bayern und Brandenburg, in Liechtenstein und in den Schweizer Kantonen Genf, Freiburg, Schaffhausen, Thurgau und Tessin in Rasselisten als Listenhund geführt. Im Kanton Genf ist seine Haltung verboten.

Im § 10 vom Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen werden Hunde der Rasse Alano mit gefährlichen Hunden weitgehend gleichgestellt.

„Zunächst wurde beim Vollzug des Gesetzes davon ausgegangen, dass zu den Hunden der Rasse Alano auch Hunde der Rassen Cane Corso und Dogo Canario wegen ihrer gemeinsamen Abstammung zugehörig seien. Das Verwaltungsgericht Köln hat mit rechtskräftigem Urteil vom 6. September 2007 (Az. 20 K 5671/05) jedoch entschieden, dass Hunde der Rassen Cane Corso und Dogo Canario keine Hunde im Sinne von § 10 Abs. 1 LHundG NRW sind.“

– Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen[1]




Verwendung:

n Italien arbeiten diese Hunde oft im Rudel und werden als Familien-, Schutz-, Herdentreiber- oder Hütehunde gehalten und sind außerhalb Italiens relativ selten anzutreffen.

Wesen:

Ein Cane Corso Italiano gilt als gelehriger, arbeitsfreudiger, ruhiger, freundlicher, kinderlieber, treuer, anschmiegsamer, verspielter und sportlicher Hund. Sie verhalten sich gegenüber Fremden eher gleichgültig und uninteressiert insofern ihre Familien oder deren Besitz nicht bedroht werden. Jedoch ist den Besitzern eines Cane Corso ein Besuch bei der Hundeschule anzuraten, da die Hunde gefordert werden wollen und man somit ihre Fähigkeiten und den ausgesprochen guten Charakter fördern kann.




Herkunft und Geschichte:

Der Ursprung und die Abstammung des Cane Corso (auch oft „italienische Dogge“ oder „italienischer Moloss“ genannt) ist noch nicht sicher belegt worden. Eine Abstammung vom Mastino Napoletano, der selbst als eine Variante des Cane Corso bezeichnet wird, ist umstritten. Sicher ist, dass es in Süditalien und Sizilien schon im 4. Jahrhundert eine Form des Hundes gab (italienischer Hirtenhund) und dass der canis pugnacis (oder römischer Molosserhund/Cane di Macellaio), der größtmögliche Vorfahre des Cane Corso, jahrhundertelang die antiken Römer als Krieg- und Hütehund begleitete. Neuesten Nachforschungen zufolge sollen Cane Corso und der Mastino Napoletano Nachfahren des alten canis pugnacis (umgangssprachlich „römischer Molosserhund“) sein. 1996 erfolgte die Anerkennung durch die FCI.

Literatur:

  1. Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen: Bericht über die Auswirkungen des Hundegesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen (Landeshundegesetz - LHundG NRW) vom 18. Dezember 2002 (GV. NRW. S. 656) und der Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Durchführung des Landeshundegesetzes NRW (DVO LHundG NRW) vom 19. Dezember 2003 (GV. NRW. 2004 S. 85), geändert durch Gesetz vom 11. Dezember 2007 (GV. NRW. S. 662). 2008, S. 3

Dieser Artikel basiert auf dem FCI Rassestandard:
Rassestandard Nr. 343 der FCI: Cane Corso Italiano
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