Fila Brasileiro (Brasilianischer Mastiff)

Beschreibung:

Der Fila Brasileiro wird auch brasilianischer Mastiff genannt und ist eine großer und massig gebauter Hund. Ein Rüde dieser Hunderasse erreicht eine Widerristhöhe die zwischen 65 cm und 75 cm liegt. Er erreicht dabei ein minimales Gewicht von stolzen 50 kg. Hündinnen werden mit minimal 40 kg Gewicht nicht so schwer. Dies ist vor allem auf ihre geringe Größe zurückzuführen, die zwischen 60 cm und 70 cm anzusiedeln ist. Hündinnen sind allerdings auch nicht ganz so kräftig gebaut wie die Rüden des brasilianischen Mastiffs.

Das Fell des Fila Brasileiro ist kurz, glatt und dicht anliegend. Es kommt einfarbig oder gestromt vor. Der Fila kann dabei eine schwarze Maske haben. Dies muss allerdings nicht sein. Weiße Abzeichen dürfen an den Pfoten, der Brust und an der Rutenspitze auftreten.[1]

Die Ohren trägt der massige Fila hängend. Sie sind groß, dick, V–förmig und breit am Ansatz. Der Hals wirkt kurz und ist durch die lockere Kehlhaut (Wamme) gekennzeichnet. Ausgeschlossen sind die Fellfarben weiß, mausgrau, gefleckt mit kleinen oder großen Flecken, Black and tan und blau.




Rechtliches:

In einigen Bundesländern Deutschlands wird der Fila als gefährlich angesehen und in entsprechenden Rasselisten geführt. (hier geht es zu den Gesetzen)

In Österreich steht der Fila Brasileiro in Vorarlberg und Wien auf der Rasseliste. In der Schweiz führen ihn neun der elf Kantone mit Rasselisten auf ihren Listen, die Haltung ist in diesen Kantonen bewilligungspflichtig. In den Kantonen Genf und Wallis sind Zucht, Einfuhr und Haltung verboten.

Verwendung:

Ursprünglich wurde er dafür genutzt, das Haus zu bewachen, aber auch um zu jagen. Daher hat er eine sehr feine Nase und zeigt auch heute noch Jagdverhalten. Heutzutage ist er eher ein Familienhund, der die Bewachung von Hab und Gut unaufgefordert übernimmt. Keinesfalls sollte er Schutzdienst absolvieren, da er generell starkes beschützendes Verhalten zeigt. Diese Eigenschaft sollte nicht gefördert werden.

Während der Kolonialzeit Brasiliens wurden brasilianische Mastiffs benutzt, um Indianer einzufangen damit diese in den Zuckerrohr-Plantagen als Sklaven eingesetzt werden konnten, später wurden sie oft als Wachhunde in den Plantagen eingesetzt, um somit flüchtige schwarze Sklaven wieder einzufangen.[2]

Wesen:

Der Fila ist ein sehr auf den Besitzer bezogener Hund und ein exzellenter Wachhund für Gebäude und Viehherden, arbeitet weitgehend selbstständig. Sein tiefes Bellen ist weithin hörbar und beinahe charakteristisch für den Fila. Auffallend bei dieser Hunderasse ist das schnelle Reaktionsvermögen, das ihn als Jagdhund für Großwild auszeichnet. Der Fila Brasileiro ist Fremden gegenüber misstrauisch und zeigt sich allgemein als ein sehr selbstsicherer Hund. Die Treue eines brasilianischen Mastiffs ist in Brasilien sprichwörtlich.


Herkunft und Geschichte:

Bei dem Fila Brasileiro wird die Verwandtschaft zum Bloodhound recht deutlich. Dabei sind vor allem die faltige Haut und die sehr feine Nase auffällig. Die Vorfahren des brasilianischen Mastiffs kamen mit den Portugiesen und Spaniern nach Südamerika. Diese führten schwere Doggen, Mastiffs und Bloodhounds mit sich, deren Nachkommen speziell auf den großen Farmen Brasiliens als Rindertreib-, Wach- und Spürhunde eingesetzt wurden.

Literatur:

  1. Rassestandard Nr. 225 der FCI: Fila Brasileiro

  2. Christopher J. Fuhrman: Policing the Roman Empire: Soldiers, Administration, and Public Order. Oxford University Press Inc, ISBN 0199737843, S. 28, Fußzeile: 29, (hier online, abgerufen

 

Dieser Artikel basiert auf dem FCI Rassestandard:
Rassestandard Nr. 225 der FCI: Fila Brasileiro
und auf dem Artikel Fila_Brasileiro aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.