Greyhound

Beschreibung:

Der Greyhound ist ein kräftiger, muskulöser und großer Windhund. Ein Rüde dieser Hunderasse erlangt eine Widerristhöhe von ungefähr 71 cm bis 76 cm. Hündinnen werden mit 68 cm bis 71 cm nicht ganz so groß. Die zu Rennzwecken speziell gezüchteten Racing Greyhounds werden allerdings meist etwas kleiner. Das Gewicht dieser Hunde liegt in etwa zwischen 23.0 kg und 33.0 kg. Es ist allerdings nicht im Rassestandard festgelegt.

Der Greyhound hat einen schmalen und länglichen Kopf. Seine Augen sind oval geformt, schräg eingesetzt und vorzugsweise von dunkler Farbe. Sie sollen diesem Hund einen aufmerksamen und intelligenten Ausdruck geben. Er hat feinledrige und kleine Rosneohren. Er hat eine tiefe Brust, die ausreichend viel Platz für Herz und Lungen gewährt. Der Greyhound hat eine lange, tief getragene Rute, die auch ziemlich tief angesetzt ist. Er hat desweiteren einen geraden Schritt, der leicht und ausgreifend ist. Dieser Gang ermöglicht es diesem Windhund sich mit sehr hohen Geschwindigkeit fort zu bewegen. Der Greyhound ist nach dem Cheetah der schnellste unter allen Windhundrassen. Ein Greyhound wurde bei einem Rennen mit einer Geschwindigkeit von über 45mph (entspricht 72.4 km/h) gemessen.

Greyhounds haben immer glatthaariges, feines und dichtes Fell. Die Farbe des Haarkleids ist recht vielfältig. So kommen Greyhounds in den Farben Schwarz, Weiß, Gestromt, Falb und Blau, auch in der Grundfarbe Weiß, gescheckt mit jeder dieser Farben vor.




Gesundheitliches:

Als rassetypische Disposition lässt sich die Greysperre erwähnen, die bei starker, übermäßiger Belastung oft auch in Kombination mit zu wenig Wasser und höherer Temperatur auftreten kann. In diesem Fall ist sehr häufig ein sehr steifer Gang (bis zur Bewegungsunfähigkeit verkrampfte Muskeln) und häufig auch dunkler Urin zu beobachten. Die Krankheit ähnelt dem Kreuzverschlag bei Pferden und beruht auf einer nicht traumatischen Auflösung von Muskelfasern. In diesem Fall muss umgehend ein Tierarzt tätig werden.

Verwendung:

Früher wurde ein Greyhound bei der Jagd auf Niederwild,seltener auf Hochwild, verwendet. In manchen Ländern wird er weiterhin bei der Niederwildjagd eingesetzt. Zu diesen Ländern gehören der Westen der Vereinigten Staaten von Amerika, Spanien, Portugal, Irland, Russland und Pakistan, wo Greyhounds Verwendung bei Hasenhetzen finden.

In Großbritannien, wo Greyhounds bis zum Jahr 2005 bei Veranstaltungen wie dem Waterloo Cup auf Geschwindigkeit und Kondition getestet wurde, ist diese Form der Jagd seit dem Hunting Act 2004 untersagt. In der heutigen auf Geschwindigkeit gezüchteten Form laufen Greyhounds hauptsächlich auf der Bahn bei Hunderennen, wobei sie Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h erreichen können. Die Rasse wird daneben häufig zum Coursing verwendet.

Wesen:

Der Greyhound besitzt ein sehr großes Durchhaltevermögen und ist auch sehr ausdauernd. Darüber hinaus wird er als ausgeglichener, anhänglicher, freundlicher und intelligenter Hund beschrieben.

Als Familienhunde sind Greyhounds im Haus anschmiegsame und ruhige Hausgenossen, die relativ anspruchslos in Haltung und Pflege sind. Draußen kann ihr Jagdverhalten jedoch so stark ausgeprägt sein, dass ein Freilauf kaum möglich ist. Als Ausgleich bieten sich hier Bahnrennen oder Coursing an.




Herkunft und Geschichte:

Es wird vermutet, dass die Kelten die Vorfahren des Greyhounds bei ihrer Einwanderung auf die britischen Inseln im vierten Jahrhundert v. Chr mitgebracht haben. Im Laufe des 16., 17. und 18. Jahrhunderts wurde der spanische Windhund (Galgo Español) in vermehrt nach Irland und England exportiert. Durch entsprechende und zielgerichtete Weiterzüchtung entstand daraus der englische Windhund. In die Vereinigten Staaten von Amerika kam er schließlich über Großbritannien.

Die Namensherkunft des Greyhounds ist nicht gänzlich geklärt. Es gibt unterschiedliche Meinungen. Zum einen könnte der Name auf das auf das englische Wort „Gazehound“ (Sichthund) zurück zu führen sein. Zum anderen wäre es allerdings auch denkbar, dass der Name vom englischen "great hound" abstammt. Allerdings könnte es auch sein, dass der Greyhound seinen Namen aus dem altenglischen bzw. keltischen bekommen (von „grech“, „greg“ - bedeutet Hund) hat. Eine weitere Möglichkeit wäre lateinischer Herkunft. Hier stellt das Wort "granus" den Bezug her, was für schnell steht.[1]

Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass die großen Überlandbusse in den USA ihren Namen diesem Hund zu verdanken haben.

Literatur:

  1. Bonnie Wilcox, Chris Walkowicz: Kynos-Atlas Hunderassen der Welt. Bd. 2, Kynos Verlag, Mürlenbach/Eifel 1993 (übersetzt von Dieter Fleig), ISBN 3-924008-93-0, Greyhound, S. 475.

Dieser Artikel basiert auf dem FCI Rassestandard:
Rassestandard Nr. 158 der FCI: Greyhound
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