Harzer Fuchs

Beschreibung:

Der Altdeutsche Hütehund zählt mit vielen unterschiedlichen Schlägen zu den wichtigen Arbeitshunden, die bereits im Mittelalter zu Zeiten des Wanderhirtentums gezüchtet werden. Ein landestypischer Schlag ist der Harzer Fuchs. Sein Name setzt sich aus zwei seiner Merkmale zusammen: Ein Fuchs hat als Altdeutscher Hütehund ein rotes oder rotbraunes Fell und die Vorfahren stammen aus der Harzregion. Hier werden sie zuerst als sogenannte Kuhhunde beim Harzer Rote Höhenvieh eingesetzt, später arbeitet der Harzer Fuchs ebenso mit Schafherden. Der altdeutsche Schlag wird vor allem in Ostdeutschland gefördert; zu DDR-Zeiten wird er in den Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften als Arbeitshund zum Hüten und Treiben von großen Schafherden eingesetzt. In Westdeutschland, wie zuletzt auch im Osten der Republik, ist der Harzer Fuchs lange ein aussterbender Hütehundschlag.



Für den Harzer Fuchs gibt es keine offizielle Rasseanerkennung und keinen Rassestandard. Seine Widerristhöhe variiert zwischen 50 und 60 Zentimetern. Der mittelgroße Fuchs-Hund wiegt zwischen gut 20 und 35 Kilogramm. Sein langstockhaariges Fell, mit langem Deckhaar und dichter weicher Unterwolle, gibt ihm ein ausgesprochen wasserfestes Haarkleid. Dessen Farbvarianten sind von cremefarben über rötlich und rot bis zu einem dunklen Rot anzutreffen, darüber hinaus hin und wieder mit dunkler Maske. Stehohren sind beim Harzer Fuchs ebenso wie Kippohren in vielfältigen Variationen vertreten. Der attraktive Hund hat eine mittlere Lebenserwartung von etwa 12 bis 13 Jahren.


Wesen:


Ein Harzer Fuchs gehört in ruhige, geduldige aber grenzen-aufzeigende und führende Hand, so wird er seinem Wesen als führiger und lernfreudiger Begleiter gerecht. Durch die Zuchtschwerpunkte ist der engagierte Arbeiter mit einem enormen Temperament ausgestattet. Wie schon der Begriff "Arbeitshund" verrät, scheut der Harzer Fuchs härteste Arbeit nicht und ist ohne sie unausgelastet und unzufrieden. Mit schneller Auffassungsgabe, wacher Intelligenz und großer Ausdauer ist er für einen Einsatz als Blindenhund, Rettungshund und als Behindertenbegleithund prädestiniert. Wenn er nicht zum Hüten und Treiben von Herdentieren eingesetzt werden kann, stellt ihn das Begleiten von Joggern, Radfahrern und Reitern sowie regelmäßiges Agility-Training zufrieden. Diesen Einsatz fordert er konsequent ein, um körperlich und geistig beschäftigt zu sein. Die angemessene Sozialisierung eines Harzer Fuchs beginnt, wie bei allen Hunden, beim Züchter und ist mit konsequenter Erziehung und Beschäftigung weiterzuführen - ein Hund aus einer Arbeitslinie muss zum Lebensstil der ihn aufnehmenden Gemeinschaft passen.




Durch die Initiative privater Züchter und die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde (AAH) ist es gelungen, den Niedergang der mutigen, lernfreudigen und unternehmungslustigen Begleiter aufzuhalten.