Havaneser

Beschreibung:

Der Havaneser hat seine Ursprünge in der westlichen Mittelmeergegend. Er hat sich im weiteren Verlauf seiner Rassegeschichte entlang der italienischen und spanischen Küste entwickelt.

Der Havaneser ist ein kleiner, kräftiger Hund und wird bis zu 27 cm groß. Es wird allerdings auch eine Widerristhöhe bis 29 cm toleriert. Das Gewicht ist variiert recht stark und kann von 3 kg bis 4 kg aber auch bis zu 8 kg bis 9 kg reichen.

Das Deckhaar des Havanesers ist sehr lang (12 bis 18 cm bei einem erwachsenen Hund), weich, glatt oder gewellt und kann lockige Strähnen bilden. Diese Hunde besitzen kaum Unterwolle und ein Haarwechsel zwischen Winter- und Sommerfell findet nicht statt. Die Farbe ist selten vollständig reinweiß; falbfarben in verschiedenen Tönungen von hellfalbfarben bis havanafarben (tabakfarben, rot-braun); in diesen zulässigen Farben gefleckt; leicht schwarz gewolkt erlaubt.

Die leicht spitz auslaufenden Hängeohren sind relativ hoch angesetzt, nicht anliegend und dicht mit langen Fransen besetzt.

Die Rute des Havanesers wird hoch getragen, entweder in Form eines Krummstabs oder, vorzugsweise, über dem Rücken gerollt. Sein Gangwerk wird als lebhaft und elastisch beschrieben.



Fellpflege:

Das üppige und seidige Haarkleid des Havansers muss oft gebürstet und gekämmt werden, damit es nicht verfilzt.

Verwendung:

Der Havaneser wird überwiegend als Begleit- und Familienhund gehalten.

Der Havaneser eignet sich gut für die Haltung in einer Wohnung, da er in der Regel nicht zum kläffen neigt. Er passt gut zu alleinstehenden Senioren, doch lieber ist ihm eine ganze Familie, bei der er im Mittelpunkt stehen kann. Er passt sich seiner Familie und der Umgebung an.

Wesen:

Ein Havaneser ist ein lebhafter, fröhlicher, anhänglicher und verschmuster Hund. Er liebt es mit Kindern zu spielen.

Diese Hunde ziehen sich zurück, wenn man gerade keine Zeit für sie hat. Wenn man nicht täglich mehrmals mit ihm spazieren gehen kann, genügt ihm zwischendurch auch ein Garten zum Toben. Man sollte allerdings darauf achten auch einen Havaneser auszulasten.

Herkunft und Geschichte:

Diese Rasse stammt aus der westlichen Mittelmeergegend und hat sich entlang der spanischen und italienischen Meeresküste entwickelt. Offenbar wurden diese Hunde frühzeitig durch italienische Überseekapitäne in Kuba eingeführt. Inzwischen sind alle Havaneser in Kuba ausgestorben -  allem Anschein nach konnten jedoch einzelne Hunde aus Kuba herausgeschmuggelt werden, deren Nachkommen in den USA überlebten.

Heute ist der Havaneser in der ganzen Welt beliebt, wohl auch deshalb, weil es ihn, im Unterschied zu den nur weiß gezüchteten anderen Bichons (Malteser, Bologneser, Bichon Frisé), in vielen Farben gibt.

Dieser Artikel basiert auf dem FCI Rassestandard:
Rassestandard Nr. 250 der FCI: Havaneser
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