Hollandse Herdershond (holländischer Schäferhund)

Beschreibung:

Der Hollandse Herdershond wird auch holländischer Schäferhund genannt und ist ein mittelgroßer, mittelschwerer und muskulös gebauter Hund. Rüden der Hunderasse Hollandse Herdershond erreichen eine Widerristhöhe von ungefähr 57 cm bis 62 cm. Die Hündinnen werden in der Regel ein wenig kleiner und liegen bei etwa 55 cm bis 60 cm. Das Gewicht dieser Hunderasse ist im Rassestandard nicht festgelegt. Die Hunde dieser Hunderasse werden in drei verschiedene Varietäten unterteilt. Sie unterscheiden sich dabei im Aussehen nur in der Art ihres Haarkleides. Die FCI nimmt folgende Klassifizierung vor:

Kurzhaar
Langhaar
Rauhhaar


Der Hollandse Herdershond hat einen keilförmigen Kopf. Bei der Rauhhaar Variante des holländischen Schäferhundes wirkt der Kopf durch sein Haar allerdings eher quadratisch. Dies ist allerdings nur eine optische Täuschung. Seine mandelförmigen, dunklen Augen haben eine mittlere Größe. Die Ohren des Hollandse Herdershonds sind mittellang und werden aufrecht getragen. Die Rute dieser Hunde ist relativ dick und lang.

Es gibt wie bereits erwähnt drei verschieden Fellvariationen dieser Hunde (kurzhaarig (eig. Stockhaar), langhaarig (langstockhaar), rauhhaarig). Kurz- und Langhaarige Holländische Schäferhunde sind gold- und silbergestromt - von sehr hell über mittel bis sehr dunkel. Rauhhaarige sind neben gold- und silbergestromt auch blaugrau oder pfeffer- und salzfarben.

Der holländische Schäferhund ist ein Traber. Sein Gang ist somit fließend, gleichmäßig und geschmeidig.

Rechtliches:

Der Holländische Schäferhund steht im Schweizer Kanton Tessin auf der Rasseliste der potentiell gefährlichen Hunderassen. Die Haltung des Hollandse Herdershond ist dort bewilligungspflichtig.

Verwendung:

Die Verwendung eines holländischen Schäferhundes ist sehr vielfältig. So wird diese Hunderasse als Schutzhund, Begleithund, Hütehund, Rettungshund, Polizeihund und Therapiehund eingesetzt. Darüber hinaus eignen sich Hollandse Herdershond sehr gut für den Hundesport.

Wesen:

Vom Zuchtverband wird Charakter des Hollandse Herdershond folgendermaßen beschrieben: „der typische Hund soll anhänglich und folgsam sein, wachsam, natürlich arbeitsfreudig, dabei anspruchslos und von großer Ausdauer“. Im Vergleich zum Belgischen Schäferhund soll die Rasse toleranter gegenüber Artgenossen sein. Mit dem Belgier gemeinsam hat er seine Sensibilität. Er verträgt keine harte Hand.

Den drei Varietäten dieser Hunderasse wird, auch dies ist eine Parallele zum Belgischen Schäferhund, ein unterschiedliches Wesen nachgesagt: die kurzhaarige Variante wird als „triebiger“ angesehen und deswegen als eher für den Schutzdienst geeignet betrachtet, die lang- und rauhhaarigen Schläge sollen freundlicher, ruhiger und verträglicher untereinander sein. Allen drei Varietäten gemeinsam ist die Freude am Hundesport oder der Rettungsarbeit, wobei der Langhaarige Holländische Schäferhund im Schutzhundesport eher selten anzutreffen ist.

Herkunft und Geschichte:

Der Hollandse Herdershond hat mit dem Belgischen Schäferhund gemeinsame Wurzeln, beide Rassen stammen aus der gleichen Region. Nachdem Belgien im 19. Jahrhundert sich von den Niederlanden trennte, teilte die Grenze auch die bis dahin einheitliche Gebrauchshundepopulation auf, ohne dass diese sich wesentlich veränderte, da die Ansprüche an die Hunde die gleichen blieben.

Erst im Jahr 1960 wurde der Hollandse Schäferhund von der FCI anerkannt. In der heutigen Zeit ist die niederländische Rasse sehr selten.

In Deutschland wurden im Jahr 2007 54 Welpen des holländischen Schäferhundes geworfen, nachdem es in den vorhergehenden Jahren jeweils etwa 30 bis 40 Welpen waren.[1]

 

Dieser Artikel basiert auf dem FCI Rassestandard:
Rassestandard Nr. 261 der FCI: Hollandse Herdershond
und auf dem Artikel Hollandse_Herdershond aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.