Komondor

Beschreibung:

Der Komondor ist ein großer und schwerer ungarischer Hirtenhund. Ein Rüde dieser Hunderasse erreicht mindestens eine Größe von 70 cm und wird dabei ungefähr 50 kg bis 60 kg schwer. Hündinnen des Komondors werden in der Regel etwas kleiner und leichter und kommen auf ein Stockmaß von mindestens 65 cm und erreichen dabei ein Gewicht, dass zwischen 40 kg und 50 kg liegt. Teilweise gibt es auch Komondoroks, die eine Widerristhöhe von 80 cm erreichen.

Der Komondor hat verfilztes, zottiges und durchweg dichtes, langes Haar in elfenbeinfarben. Die äußere Erscheinung und die würdevolle Haltung können im Beobachter Ehrfurcht, eventuell auch Angst wecken. Der Komondor wird auch als König der Hirtenhunde bezeichnet. Das Haarkleid des Komondor ist Rassemerkmal und Kennzeichen dieses Hundes. Es besteht aus weißen Schnüren, die sich aus dem doppelten Fell bilden, denn die zarte, weiche Unterwolle, die nicht ausfällt, verfilzt sich mit dem längeren, härteren, krausen Deckhaar. Die Schnüre können bis zum Boden herabhängen und entstehen durch jahrelang dauernde Verfilzung. Die Schnüre sind fest und schwer und die Ausformung dauert um die drei bis vier Jahre. Das Fell schützt ihn sowohl vor Kälte als auch vor angreifenden Feinden. Er ist groß, stark und besitzt gut ausgebildete Muskeln. Schlappohren, dunkle, mandelförmige Augen und eine schwarze Nase kennzeichnen diesen Rassehund. Seine ebenfalls dichtbehaarte Rute hebt sich vom Hinterleib ab und ist an der Spitze leicht nach oben gebogen.




Verwendung:

Der Komondor wird überwiegend als Hirtenhund eingesetzt.

Pflegehinweise:

Aufgrund der Tatsache, dass ein komondor niemals gekämmt oder gebürstet wird, damit sich die typischen Schnüre ausbilden können, ist seine Fellpflege am Anfang sehr zeitintensiv. Die Schnüre bestehen aus ausgefallenen Haaren, die in dieser typischen Art mit dem Fell verfilzen, wenn die Bildung einer Filzmatte durch Auseinanderziehen der Haare verhindert wird.[1]

Wesen:

Der Komondor wird als ein selbstständiger und dominanter Hund beschrieben, der unbestechlich, wachsam, mutig, sozial, hart gegen sich selbst, treu und anhänglich ist. Darüber hinaus lässt sich diese Hunderasse mit den Attributen ausgeglichen, ruhig, willensstark, bellt nur, wenn es nötig ist, intelligent, hart arbeitend, verteidigt entschlossen ihr Territorium und misstrauisch Fremden gegenüber versehen. Dem Komondor wird nachgesagt, dass er Menschen durchschauen könne, wenn diese Böses vorhaben.

Während des Tages ist der Komondor eher ein beobachtender Hund, während er in der Nacht ständig in Bewegung ist. Dieser Hirtenhund gehört in sehr erfahrene Hände und benötigt eine absolut konsequente Erziehung. Außerdem sollte ausreichend Platz vorhanden sein und dieser Hunderasse Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten werden.

Rechtliches:

Der Komondor steht im Schweizer Kanton Tessin auf der Rasseliste der potentiell gefährlichen Hunderassen, die Haltung ist dort bewilligungspflichtig.

Herkunft und Geschichte:

Der Komondor stammt von asiatischen Hunderassen ab und ist eine sehr alte Hunderasse, die zu den ungarischen Hirtenhunden gezählt wird. Es wird angenommen, dass seine Vorfahren mit Nomaden nach Ungarn gekommen sind.

Literatur:

1. Besonderheiten des Fells erläutert vom Rassezuchtverband

Dieser Artikel basiert auf dem FCI Rassestandard:
Rassestandard Nr. 53 der FCI: Komondor
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