Lakeland Terrier

Beschreibung:

Der Lakeland Terrier ist ein kleiner, ausgewogen und kompakt gebauter Hund. Ein Lakeland Terrier erreicht eine Widerristhöhe die nicht über 37 cm liegen sollte. Das Gewicht eines Rüden liegt im Durchschnitt bei 7.7 kg. Hündinnen sind etwas leichter gebaut und kommen im Durchnitt auf 6.8 kg.

Der Lakeland Terrier hat dunkle oder haselnussbraune Augen und kleine Ohren, die V-förmig sind und leicht nach vorne gekippt getragen werden.

Diese Hunde haben dichtes Drahthaar mit weicher Unterwolle und sind in verschiedenen Farben zu sehen. Dabei reicht die Farbpalette von rot, weizen, schwarz und loh, über blau und loh bis hin zu rotgrizzle, blau, leberfarben oder ganz schwarz.

Das Auftreten des Lakeland Terriers ist furchtlos, flink und voller Selbstvertrauen.

Besonderes:

Welpen des Lakeland Terriers haben noch ein weiches Fell, mit etwa 18 Wochen legen sie sich jedoch ihr Drahthaar zu. Ab diesem Zeitpunkt sollte sie alle 3 bis 4 Monate getrimmt werden.

Ansonsten brauchen Lakeland Terrier viel Bewegung, müssen aber nicht jeden Tag ein bestimmtes Pensum laufen, um ruhig zu bleiben. Gewöhnt man sie schon als Welpen daran, können sie auch hin und wieder in der Wohnung allein bleiben.




Verwendung:

Dieser Hund wurde ursprünglich jagdlich geführt. Im Laufe der Zeit wurde aus dem Lakeland Terrier ein Begleithund, der auch auf Ausstellungen zu sehen war. Die Hunderasse ist aber relativ selten geworden.

Wesen:

Der Lakeland Terrier ist fröhlich, freundlich, verspielt und geschickt. Dieser Hund ist zudem selbstbewusst, kühn und ein guter Wächter.

Er liebt das Wasser und springt gerne in Gräben und Teiche. Eine geduldige und konsequente Erziehung ist bei diesem Hund erforderlich.


Herkunft und Geschichte:

Der Ursprung des Lakeland Terriers liegt im Lake District (Seengebiet) in Nordengland: Die dortigen Farmer brauchten einen furchtlosen, kleinen Hund zur Fuchsjagd. Deshalb kreuzten sie ab Anfang des 19. Jahrhunderts in die urtümlichen Old English Black and Tan Terrier den Bedlington Terrier ein, um eine Verbesserung des Charakters zu erreichen. Darüber hinaus wurde aufgrund seines drahtigen, Wasser abstoßenden Fells der Border Terrier eingezüchtet. So entstand ein wendiger und mutiger kleiner Hund, dem es möglich war in Höhlen und Gebirgszügen Füchse aufzustöbern.

Bis der Lakeland Terrier im Jahr 1912 seinen endgültigen, heutigen Namen erhielt, hatte er schon viele andere Namen hinter sich: Fell Terrier, Cumberland Terrier oder Westmoreland Terrier waren nur einige seiner Bezeichnungen. Als sich die Züchter schließlich einigen konnten, hatte der Lakeland Terrier jedoch noch keine offizielle Anerkennung erhalten. Diese erfolgte erst 1928 durch den Kennel Club. In England und den USA war diese Terrierrasse neben ihrem Jagdhund Dasein einst ein sehr beliebter Ausstellungshund, doch ihr Bestand ging in den letzten Jahren etwas zurück. In Deutschland ist der Lakeland Terrier nach wie vor ein seltener Hund.

 

 

Dieser Artikel basiert auf dem FCI Rassestandard:
Rassestandard Nr. 70 der FCI: Lakeland Terrier
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