Mastino Napoletano

Beschreibung:

Der Mastino Napoletano ist ein großer, massiger und auch kräftiger Hund, dessen Ursprünge in Italien liegen. Er hat ein teils imposantes Erscheinungsbild. Ein Mastino Napoletano Rüde erreicht eine Widerristhöhe, die zwischen 65 cm und 75 cm liegt. Das Gewicht liegt bei 60 kg bis 70 kg. Hündinnen werden ein wenig kleiner und dadurch bedingt auch etwas leichter. Sie erreichen bei einem Gewicht zwischen 50 kg und 60 kg eine Größe, die zwischen 60 cm und 68 cm liegt.

Das Haar des Mastino Napoletano ist kurz, rau, hart und dicht. Die bevorzugten Farben sind: grau, bleigrau und schwarz, aber auch braun, falbfarben und intensiv falbfarben (hirschrot). Der Kopf dieses stämmig gebauten Hundes ist groß und massig. Die Kopflänge erreicht ungefähr 3/10 der Widerristhöhe. Die reichlich vorhandene Haut bildet Runzeln und Falten. Die Haut ist am ganzen Körper dick, reichlich und locker. Im Verhältnis zur Größe des Hundes sind die Ohren klein, von dreieckiger Form, platt und an den Wangen anliegend.




Rechtliches:

In Deutschland ist die Rasse in einigen Bundesländern in den Rasselisten der jeweiligen Hundegesetze aufgeführt. In Österreich steht der Mastino Napoletano in Vorarlberg auf der Rasseliste. In der Schweiz führen sechs der elf Kantone mit Rasselisten den Mastino Napoletano auf ihren Listen, die Haltung ist in diesen Kantonen bewilligungspflichtig. In den Kantonen Genf und Wallis sind Haltung, Zucht und Einfuhr verboten.

Verwendung:

Der Mastino Napoletano wurde in der Vergangenheit als Kriegshund eingesetzt. Als die Bedeutung der Hunde für den militärischen Einsatz mit der Zeit abnahm wurde er als Wach- und Schutzhund verwendet. Dieser Hund ist nicht für Anfänger geeignet und eignet sich nur sehr bedingt für die Haltung als Begleithund.

Wesen:

Der Mastino Napoletano ist ein beständiger und treuer Hund, der ohne Grund weder aggressiv noch bissig ist. Er ist darüber hinaus wachsam und intelligent. Diese Hunderasse gehört in erfahrene Hände.

Herkunft und Geschichte:

Es wird angenommen, dass der Mastino Napoletano ein direkter Nachfahre der römischen Kriegshunde, der Molosser, ist. Diese Hunde wurden sowohl bei Feldzügen eingesetzt als auch für Kämpfe gegen Menschen und wilde Tiere in der Zirkusarena. Die Bedeutung von Kriegshunden nahm im Laufe der Jahrhunderte stetig ab. So wurde der Mastino Napoletano als Wach- und Schutzhund der Gehöfte im Südlichen Italien eingesetzt. Im Jahr 1947 begann die systematische Zucht dieser Hunderasse.[1]

Haltung und Zucht des Mastino Napoletano erfolgte lange Zeit unter kargen Verhältnissen, so dass die Rasse auch heute noch mit züchterischen Problemen behaftet ist. Dies zeigt sich sowohl beim Wesen als auch bei der Gesundheit dieser Hunderasse. Generell gehört diese Rasse nur in die Hände erfahrener Hundehalter.

Literatur:

1. Rassestandard Nr. 197 der FCI: Mastino Napoletano


Dieser Artikel basiert auf dem FCI Rassestandard:
Rassestandard Nr. 197 der FCI: Mastino Napoletano
und auf dem Artikel Mastino_Napoletano aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.