Otterhund

Beschreibung:

Der Otterhund ist ein großer und kräftig gebauter Hund. Die Widerristhöhe eines Rüden dieser Hunderasse liegt etwa bei 69 cm. Hündinnen werden deutlich kleiner und liegen bei einer Größe von ungefähr 61 cm .Ein Gewicht legt der Rassestandard nicht fest, aber diese Hunde erreichen erfahrungsgemäß ein Gewicht von ungefähr 30.0 kg bis 40.0 kg.

Die Ohren sind werden hängend getragen und sind auf Höhe des Augenwinkels angesetzt. Die Ohren des Otterhunds reichen ohne weiteres bis zum Nasenspiegel, wenn man sie nach vorne zieht. Er zeigt eine charakteristische Falte.

Das lange Haarkleid (etwa 4 cm bis 8cm lang) des Otterhunds ist rau, dicht und hart. Es kommt in einfarbiger, gräulicher, sandfarbener, roter, weizenfarbener und "blauer" Farbgebung vor. Bei diesen Farben sind an Kopf, Brust, Pfoten und Rutenspitze leichte weiße Abzeichen zulässig. Weiße Hunde dürfen leichte zitronen-farbene, "blaue" oder dachsfarbene Abzeichen aufweisen.



Verwendung:

Der Otterhund ist ein Jagdhund. Er ist ein Spezialist für „kalte“ Spuren. Diese können durchaus auch einige Tage alt.[1]

Als Familienhund braucht er zwingend Beschäftigung, mindestens durch den Hundesport wie Agility, Turnierhundsport, Flyball usw.

Wesen:

Der Otterhund ist ein Vollblutjagdhund mit einer extra Portion Eigensinn. Die Erziehung ist sehr aufwendig und zeitintensiv und benötigt sehr viel Konsequenz. Trotzdem darf der Mensch auch später keinen absoluten Gehorsam erwarten. Wenn diesem Hund eine Spur gefällt, vergisst er oft alles um sich herum, erst recht die Erziehung.[1]



Herkunft und Geschichtliches:

Der Otterhund in seiner heutigen Form entstand im 19. Jahrhundert. Er war ein Meutejäger für die Jagd auf den damals sehr häufigen Fischotter. Der Anspruch an die Hunderasse war ein dichtes, „wasserfestes“ Fell, eine gute Nase, groß sollte er sein um auch tieferes Wasser durchwaten zu können.

Seine Herkunft aus Frankreich ist nicht zu verleugnen. Viele rauhaarige Laufhunde wie Nivernais, Brittany, und Vendais sind sicherlich seine Vorfahren. In Großbritannien wurde die Hunderasse unter Zufügung von verschiedenen Hounds, auch dem Bloodhound vollendet. Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts hörte auch die Hochzeit der Otterhund Meuten auf, mangels Jagdwild. Davor fanden schon viele Tiere ihren Weg in die USA. [1]

Erst im Jahr 1979 wurde der erste Rassestandard bei der FCI festgelegt. Der Otterhund steht in Großbritannien auf der Liste der bedrohten Hunderassen. [2]

Literatur:

  1. Bonnie Wilcox, Chris Walkowicz: Kynos-Atlas Hunderassen der Welt. Bd. 2, Kynos Verlag, Mürlenbach/Eifel 1993 (übersetzt von Dieter Fleig), ISBN 3-924008-93-0, Otterhound, S. 642ff.

  2. Großbritannien listet den Otterhound als bedrohte Hunderasse

Dieser Artikel basiert auf dem FCI Rassestandard
Rassestandard Nr. 294 der FCI: Otterhund
und auf dem Artikel Otterhund aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.