Parson Russell Terrier

Voller Begeisterung und Leben sind Parson Russell Terrier sportlich, freundlich und voller Energie. Nicht nur das sie selbstbewusst und aufgeschlossen sind, sie beschützen auch ihre Umgebung aufs Äußerste, weshalb Fremde, welche sich ihrem Haus nähern sollten, höchstwahrscheinlich mit einem lauten Gebell begrüßt werden. Mit dem richtigen Fokus und Training sind Parson Russell Terrier hervorragende Mitglieder der Familie, weil sie treu, liebevoll und einfach amüsant sind.




Beschreibung:

Der Parson Russell Terrier ist ein kleiner, sportlicher Hund, welcher einem Foxterrier ähnelt. Diese Hunde wurden ursprünglich als Jack Russell Terrier bezeichnet, aber jetzt werden sie als zwei getrennte Rassen anerkannt, wobei der Name Jack Russell Terrier für Arbeitshunde und der Name Parson Russell Terrier für Showhunde vorbehalten ist. Der Schädel des Parson ist flach zwischen den Ohren und ist leicht abgeschrägt. Die Augen sind mandelförmig und dunkel in der Farbe und sind nie hervorstehend. Die V-förmigen Ohren klappen nach vorne und die Zähne treffen sich in einem Scherengebiss. Das Haarkleid kommt in zwei Varianten: Glatt oder gebrochen, und in den Farben weiß, weiß mit schwarz, weiß mit hellbraun oder dreifarbig. Die Brust ist klein, weil dieser Hund in Nagetier-Bauten nach seiner Beute jagen muss. Die Vorderbeine sind lang, gerade und die Hinterbeine kräftig und muskulös. Die Rute ist hoch angesetzt und wird unbekümmert getragen.

Die ideale Widerristhöhe für männliche Parson Russell Terrier beträgt 38 cm gemessen an der Schulter und für Hündinnen dieser Rasse 33 cm. Das durchschnittliche Gewicht eines Parson ist von 5.9 Kg bis 7.7 Kg.


Gesundheitliches

Die durchschnittliche Lebensdauer des Parson Russell Terrier liegt bei 13 bis 15 Jahren. Zu den gesundheitlichen Belangen bei dieser Rasse gehören Katarakte, zerebelläre Ataxie, angeborene Taubheit, die Pertheserkrankung, Linsenluxation, Myasthenia Gravis, Patellaluxation und die von Willebrand-Krankheit (weitere Informationen über diese Krankheiten finden sie in der Rubrik Gesundheit). Da einige gesundheitliche Probleme sich nicht bemerkbar machen, bis ein Parson Russell Terrier seine volle Reife erreicht hat, sind Gesundheitsfreigaben für Hunde jünger als 2 Jahre nicht bekannt. Wenn Sie planen sich einen Parson Russell Terrier anzuschaffen, sollten Sie nach einem Züchter suchen, der seine Hunde nicht züchtet, bis sie zwei oder drei Jahre alt sind.


Pflege:

Unabhängig von der Haarart, glatt oder gebrochen, ein wöchentliches Bürsten der Haare sorgt für ein ordentliches und sauberes Fell als auch, dass abgestorbene Haare nicht auf den Möbeln oder Teppich landen. Baden sie eine Parson Russell Terrier nur nach Bedarf, was bei einem regelmäßigen Bürsten, nicht sehr oft sein sollte. Ein Parson Russell Terrier mit gebrochenem Fell erfordert, dass die Haare zweimal im Jahr abgeschnitten werden, um die richtige Felltextur zu erhalten.

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Überprüfen Sie außerdem die Ohren regelmäßig auf Anzeichen von Ohrenschmalzbildung, Reizungen oder Infektionen. Reinigen Sie die Ohren mit einem Wattebausch und mit einem Reinigungsmittel, aber verwenden Sie niemals ein Wattestäbchen in dem Gehörgang eines Hundes. Die Zähne sollten auf einer wöchentlichen Basis gereinigt werden, um Zahnstein zu verhindern, die Gesundheit des Zahnfleisches zu erhalten und den Mundgeruch in Schach zu halten. Stutzen Sie auch die Nägel monatlich, wenn der Hund die Zehennägel nicht auf natürliche Weise im Freien abträgt.


Verwendung:


Parson Russell Terrier wurden ursprünglich für die Jagd nach Kaninchen und Füchsen verwendet, aber heute sind sie einfach nur der beste Gefährte des Menschen. Diese agile, starke und aktive Rasse ist jedoch ideal für Sportarten wie Agility und Flyball, denn die Vielfalt und Herausforderung dieser sportlichen Aktivitäten passt genau zu ihren Bedürfnisse. Auf einem Bauernhof können Parson Russell Terrier sich außerdem extrem nützlich als Kammerjäger von Mäusen und Ratten machen. Auch als Familienhund in einer sportlichen Familie, ist der Parson Russell Terrier sehr gut aufgehoben.

Tägliche Anforderungen

Ihre Größe macht sie vielleicht attraktiv für Wohnungsinhaber, aber Parson Russell Terrier sind keine Wohnungshunde. Sie brauchen viel Raum zum Laufen und spüren sich in einer kleinen Wohnung eingesperrt, was fast immer zu einem destruktiven Verhalten führt. Abgezäunte Gärten sind ein Muss, weil Parson Russell Terrier meistens nach Katzen, Eichhörnchen, Kaninchen, Fahrräder und sogar Autos jagen. Tägliche Aktivitäten sollten sowohl Spaziergange im Freien als auch etwas Zeit im Garten umfassen, um herumzulaufen. Parson Russell Terrier lieben es mehr als alles andere Bälle zu jagen und sie lieben es in der Tat so sehr, dass viele Besitzer glauben, dass ihre Hunde besessen von Bällen sind.

Sie werden den Ball so oft wieder zurückholen, wie Sie bereit sind ihn zu werfen, und wenn Sie fertig sind, werden sie noch mehr wollen. Aktivitäten, wo Hunden auf der Suche nach Nagetieren erlaubt wird zu graben, ist auch eine ausgezeichnete Möglichkeit für Parson Russell Terrier, weil es ihr Bedürfnis zu graben und ihre Notwendigkeit zu jagen befriedigt. Diese Aktivitäten werden mit einem hohen Sicherheitsaufwand durchgeführt und die Nager werden in sicheren Gehegen gehalten, sodass die Hunde nicht wirklich zu ihnen gelangen können.

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Training & Beschäftigung


Eine frühe und beständige Ausbildung ist notwendig, um einen hyperaktiven Hund zu verhindern. Der Parson Russell Terrier ist im Grunde intelligent und gehorsam, allerdings ist er auch entschlossen und eigensinnig, weshalb eine frühe und intensive Sozialisation und Gehorsamsausbildung entscheidend ist. Diese Rasse erfordert einen dominanten Hundeführer, denn sie haben die Tendenz, ein taubes Ohr zu entwickeln, wenn sie den Duft von etwas wittern, weshalb sie geschult werden müssen, um auf Kommando zurückzukehren. Parson Russell Terrier sind aber sehr lernfähige Hunde und saugen neue Aufgaben wie ein Schwamm auf.

Sie sind allerdings immer noch Terrier, und wie alle Terrier, können Parsons sehr störrisch sein, wenn ihnen die Einstellung der Person nicht gefällt, welche sie ausbildet. Eine Positive Bestärkung und eine ausgewogene Mischung des täglichen Trainingsprogramms, wird dafür sorgen, dass Ihr Parson Russell Terrier engagiert und interessiert am Training bleibt. Disziplin und harte Töne können jedoch verursachen, dass dieser Hund defensiv wird, was zu einem Schnappen oder Beißen führen kann. Sobald der Grundgehorsam gemeistert wurde, sollten Parson Russell Terrier einem erweiterten Gehorsamkeitstrainging unterzogen werden. Sie gedeihen in neuen Aktivitäten und werden an der Spitze ihrer Klasse in fast jeder Aktivität sein, an der sie teilnehmen.


Wesen

Verhaltensmerkmale

Parson Russell Terrier zeigen viele klassische Terrier Merkmale, einschließlich eines übermäßigen Bellens, Eigensinn, Grobheit gegenüber Fremden, Aggression gegenüber anderen Hunden, Besitzgier und Eifersucht. Parson Russell Terrier sollten nie ohne eine Leine spazieren geführt werden, denn sie jagen gerne nach kleinen Tieren und es ist fast unmöglich, sie davon abzuhalten. Graben ist ein weiterer Beschwerdegrund von Parson Russell Besitzern, denn sollten Sie diesem Hund auf nur für eine Sekunde den Rücken kehren, können sie schon auf halbem Weg zum Mittelpunkt der Erde sein. Zu jeder Zeit ein Auge auf Ihren Hund zu haben ist sehr wichtig, um Ihre Landschaftsgestaltung in Takt zu halten und sicherzustellen, dass Ihr Parson Russell Terrier nicht unter dem Zaun entkommen kann.

Temperament

Der Parson Russell Terrier braucht jeden Tag viel geistige und körperliche Stimulation, denn es ist nicht ein Hund, der im Haus herumsitzen kann. Ein langer Spaziergang oder anstrengende Spiele sollte jeden Tag gemacht werden, plus eine kurze Trainingseinheit. Parson Russel Terrier genießen die Chance, auf ihre eigene Faust zu erkunden, aber dies sollte nur in einem sicheren Bereich zugelassen werden, weil diese Hunde dazu neigen, sich schnell aus dem Staub zu machen. Ein Zugang zu einem Haus und Garten ist die ideale Umgebung, denn der Parson Russel Terrier ist nicht ein guter Wohnungshund und auch nicht für Ersthundebesitzer empfohlen.

Diese Hunderasse ist intensiv, energisch, temperamentvoll, liebevoll, anhänglich, und furchtlos, können aber destruktiv werden, wenn sie gelangweilt oder unruhig sind. Sie verstehen sich jedoch gut mit Kindern und machen sich gut als Haustiere für die aktive Familie. Parson Russell Terrier müssen ab einem frühen Alter vor allem mit Katzen und anderen Haustieren sozialisiert werden. Gärtner werden schnell feststellen, dass dieser Hund den Garten willkürlich ausgräbt, weil das Graben einer seiner Lieblingsbeschäftigungen ist.

Kinder und andere Haustiere

Parson Russell Terrier sind liebevoll und anhänglich Hunde, die gut in Haushalte mit älteren Kindern passen, die verstehen, wie man mit Hunden interagiert. Sie sind jedoch nicht besonders gut für Haushalte mit kleinen Kindern geeignet, denn abgesehen davon, dass sie ungestüm sind, können sie beißen, wenn sie grob behandelt werden. Bringen Sie Ihren Kindern bei, wie sie sich diesem Hund nähern sollen und überwachen sämtliche Interaktionen zwischen dem Hund und kleinen Kindern, um bisse und ein ziehen an Ohren oder Schwanz, auf beiden Seiten zu verhindern. Bringen Sie Ihrem Kind außerdem bei, sich nie einem Hund zu nähern, während er schläft oder isst, oder zu versuchen, dem Hund die Nahrung wegzunehmen. Einige Parson Russell Terrier sind aggressiv gegenüber anderen Hunden, vor allem Hunde des gleichen Geschlechts. Sie haben auch einen starken Beutetrieb und jagen (und töten, wenn sie die Chance erhalten) Katzen und andere Kleintiere.




Herkunft und Geschichte:

Der Parson Russell Terrier stammt von Hunden ab, die in im frühen 18. Jahrhundert in Devonshire, England gezüchtet wurden. Im Jahre 1819 spazierte ein junger John (Jack) Russell über den Oxford University Campus, kurz bevor er eine Prüfung absolvieren musste, für die er anscheinend schlecht vorbereitet war. Bei dieser Gelegenheit stieß er auf einen Milchmann, welcher durch eine ungewöhnliche, aber liebenswerte, Terrier Hündin begleitet wurde. Russell fand sie auf Anhieb so schön, dass er sie auf der Stelle gekauft hat und ihr den Namen "Trump" gab. Später wurde Trump dann der Grundstein für die Jack Russell Terrier und Parson Russell Terrier Rassen. Basierend auf ihrem Aussehen (das ähnlich einem Drahthaar-Foxterrier war, aber mit kürzeren Beinen und einem breiteren Schädel), wird angenommen, das Trump eine Kreuzung zwischen einem schwarz-hellbraunen Terrier und einem Foxterrier gewesen war.

Nachdem Herr Russell seinen Abschluss an der Oxford University gemacht hatte, züchtet er Trump weiter, um einen Terrier zu erschaffen, dessen Beine lang genug waren, um mit seinen anderen Hunden bei der Fuchsjagd mithalten zu können, der einen genügend schmalen Brustkorb besaß, um einfach in einen Fuchsbau einzudringen, ausreichend Stärke hatte, um einen Fuchs in Schach zu halten und ein feuriges Temperament, was ihn aber nicht daran hinderte fokussiert zu blieben. Russel vermied bewusst die sogenannte "killer Blood" Eigenschaft zu verwenden, weil er wollte, dass seine Terrier den Fuchs über dem Boden hetzten, anstatt ihn unterirdisch zu töten und die Jagd zu ruinieren. Er züchtete den Parson Russel Terrier für Beständigkeit im Temperament und nicht für die Einheitlichkeit im Aussehen. Es wird auch vermutet, dass er Fox Terrier Beagles und vielleicht auch die heute ausgestorbenen Old English White Terrier in diese Züchtung mit eingebracht hat. Parsons Terriers waren auch unverwechselbar, weil sie in erster Linie weiß waren, mit minimalen hellbraunen und schwarzen Markierungen, vor allem auf dem Kopf und Hinterteil.


Ernährung

Die empfohlene Tagesdosis für einen Parson Russell Terrier liegt bei 1,25 bis 1,75 Tassen eines hochwertigen Hundefutters täglich, aufgeteilt in zwei Mahlzeiten. Wie viel Ihr erwachsener Parson Russell Terrier frisst hängt auch von seiner Größe, Alter, Körperbau, Stoffwechsel und Aktivität ab. Hunde sind Individuen, genau wie Menschen und benötigen nicht alle die gleiche Menge an Nahrung, weshalb es sich fast von selbst versteht, dass ein sehr aktiver Hund mehr Nahrung als ein Stubenhocker benötigt. Die Qualität des Hundefutters, welches Sie verwenden, macht auch einen Unterschied und desto besser das Hundefutter ist, um so weniger davon müssen Sie in seine Hundeschale schütten.