Poitevin

Beschreibung:

Der Poitevin ist eine beliebte Rasse von großen Laufhunden, die ihren Ursprung in Frankreich hat. Alternativer Name für den Hund ist Haut-Poitou. Der Rüde erreicht eine Höhe von gut 62 bis 72 cm und die Hündin ist etwas kleiner mit 60 bis 70 cm. Er erreicht vom Gewicht 29.5 bis 30.5 kg und kann bis zu 12 Jahren alt werden. Vom Aussehen her könnte man den Poitevin in etwa mit dem Beagle vergleichen oder auch mit dem Bernasennenhund, je nach Felllänge.

Dreifarbig, mit schwarzem Rückenfell oder schwarzen Flecken. Manchmal kommen auch weiße oder orange Kreuzungen vor und sogar wolfsfarbene Poitevin wurden gesichtet. Die Beine des Hundes sind zumeist immer weiß. Kurzes und glänzendes Fell macht den Hund besonders schön. Tief angesetzte Ohren, die feinledrig und halblang und leicht eingedreht am Kopf entlang liegen, geben dem vierbeinigen Begleiter und Wachhund ein besonders prächtiges und schönes Erscheinungsbild.




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Verwendung

Der Poitevin wird überwiegend als Jagdhund genutzt.


Wesen

Der Poitevin ist dafür bekannt, im Rudel gut zu fungieren und sich anzupassen. Daher werden die Hunde viel bei der Wolfsjagd genutzt und können schnell Dinge erlernen und begreifen. Auch mit anderen, ähnlichen Hunderassen ist der Hund verträglich, aber selten mit Katzen. Der Poitevin gilt als pflegeleicht und gut erziehbar.


Zucht

Baron De la Besge züchtete bis 1842 die Rasse und verlor bis auf einen Rüden und eine Hündin durch die oben beschriebene Tollwut alle Hunde. Durch die spätere, neu aufgenomme Zucht in Verbindung mit dem Deckrüden Traveller entstanden die Hündin Fringante und der spätere Poitevin durch den Faublas. Dann wurden noch Foxhounds eingekreuzt.


Wissenswertes

Der Name Poitevin gilt durchaus auch für eine Kaltblutpferderasse an der französischen Westküste oder Bewohnern von Poitou. Der Poitevin wurde auch oft bei der Fuchsjagd eingesetzt und bildete auch manchmal die Kulisse von Portraits in Öl-oder Aquarellmalerei, die in vielen Wohnzimmern die heimischen Wände zieren und eine beruhigende Wirkung erzielen. In der heutigen Zucht ist der Poitevin durchaus weiterhin beliebt und wird wegen seines wunderbaren Aussehens auch gerne von Hundesuchenden gekauft.




Herkunft und Geschichte:

Die Vorboten der Rasse zeigten sich um 1692, als der Marques de Larre Fuchshunde mit Laufhundschlägen zu kreuzen versuchte und erfolgreich war. Denn als Meutehund bewährte sich der Poitevin hervorragend. Auch als Wolfsjäger wurde er genutzt, wegen der Schnelligkeit und der außerordentlichen feinen Spürnase. Leider wurde viele Poitevins während der französischen Revolution getötet. Und gute fünfzig Jahre später wurden auch die restlichen Hunde durch einen Tollwutausbruch getötet. Dann wurde die Rasse zunächst durch die English Foxhound wieder rekonstruiert.

Den Namen hat der Hund durch seine Beheimatung um die Stadt Potiers in Westfrankreich. Die dennoch schwierige Zucht bringt große Erfolge zu Tage. Der Hund kann bei einem Einsatz rund 7 Stunden unterwegs sein, um Wild zu verfolgen. Er ist extrem gelehrig und kann 50km pro Tag laufen. Auch wurde herausgefunden, dass er einen Hirschen über 7 Stunden verfolgen kann. Die Angaben stammen aus Amerika. Daher sind viele Hunde der Rasse in den letzten Jahren nach Amerika transportiert worden. Poitevins sind die schnellsten französischen Jagdhunde.