Pumi

Beschreibung:

Der Pumi ist ein Hirtenhund von mittelgroßer Gestalt. Er ist immer zu Späßen aufgelegt. Die Ähnlichkeit mit einem Terrier macht sich besonders beim Betrachten des hübschen Kopfes bemerkbar. Die Gesichtspartie erscheint gestreckt und der obere Teil der stets aufgerichteten Ohren zeigt eine Neigung nach vorn. Die Ohren weisen eine umgekehrte V-Form auf und verfügen über ein hohes Ausdrucksspiel. Da der Pumi sehr aufmerksam ist, ist sein Hals höher als normal gehalten. Er ist mittellang und wirkt leicht gewölbt. Der Pumi hat dunkelbraune Augen, die oval bis geschlitzt erscheinen. Die Rute ist hoch angesetzt. An der unteren Seite ist die Rute etwa 7 bis 12 cm lang und verfügt über wenig Wolle. Das Haar steht auseinander und wirkt drahtig.

Sein Fell hat eine mittlere Länge, ist dicht, gewellt und formt sich lockig. Die Haarlänge beträgt zwischen 4 und 7 cm und bildet kleine Strähnen. Unter dem kräftigen Deckhaar verbirgt sich weiches Unterhaare. Das Fell trocknet sehr schnell. Lose Haare bleiben im Fell hängen. Diese müssen ausgebürstet werden! Schmutz und Staub perlt von seinem Fell ab. Somit ist er leicht sauber zu halten. Mit einer groben Bürste sollte in einem Abstand von ein bis zwei Wochen das Fell gekämmt werden. Dann besitzt man einen gut gepflegten, sauberen Hund. Baden ist beim Pumi nicht erforderlich. Mit ein wenig klarem, warmem Wasser ist hier gut geholfen. Auf Haarwaschmittel sollte verzichtet werden, da sonst der Schutz seiner Haare gegen Kälte und Wasser verloren geht. Empfohlen wird eine Wäsche von 2 - 3mal pro Jahr. In Bächen, Flüssen oder Seen ist es auch öfters machbar.

Er weist ein vielfältiges Farbspektrum von grau, rotbraun, weiß und schwarz auf, ist jedoch immer einfarbig anzutreffen. Von der Statur her ist der Pumi kräftig gebaut. Er erscheint reichlich hager, wirkt aber trotzdem harmonisch geformt.

Der Rüde erreicht eine Größe zwischen 41 und 47 cm. Im Idealfall wiegt er 12 bis 13 kg. Hündinnen dieser Rasse weisen eine Größe von 38 bis 44 cm auf. Ihr Gewicht beträgt im Normalfall zwischen 10 bis 11 kg. Der Pumi hat eine Lebenserwartung von 14 bis 18 Jahren.




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Verwendung

Der Pumi wurde relativ schnell beliebt wegen seiner hervorragenden Arbeitsleistung. Er findet Verwendung als Treibhund, der dem Terrier ähnlich ist. Sehr gut geeignet ist der Pumi auch für die Bekämpfung von Wild- und Nagetieren.


Wesen

Der Pumi hat einen lebhaften Charakter, ist sehr intelligent, aber ihm unbekannten Personen gegenüber sehr misstrauisch. Es ist ein aufmerksamer Treibhund und ständig in Bewegung.  Gegen eine Wohnungshaltung des Pumis ist nichts einzuwenden, sofern für ausreichend Auslauf gesorgt wird. Da er einen ausgeprägten Bewegungsdrang besitzt, ist er hervorragend als Sporthund geeignet. Er liebt es, sich in die Familie, die ihn hält, einzufügen und ist sehr treu. Der Pumi ist sehr lernfreudig. Es macht ihm Spaß bei der Fährtensuche eingesetzt zu werden. Außerdem bellt er gerne. Mit viel Liebe und Erziehung ist dies jedoch sehr gut in den Griff zu bekommen. Aufgrund seiner enormen Wachsamkeit entgeht ihm so leicht nichts. Der Pumi ist sehr pflegeleicht und hat ein kumpelhaftes Naturell.




Herkunft und Geschichte:

Beim Pumi handelt es sich um einen ungarischen Treibhund. In Ungarn wurde im 17. Jahrhundert durch Vermischung des Puli mit deutschen und französischen Treibhunden der Grundstein dieser Rasse gelegt. Im 18. Jahrhundert wurde er erstmals erwähnt. Getrennt wurden beide Rassen jedoch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Seit dem Jahr 1924 ist er als selbständige Rasse bekannt.