Shih Tzu

Beschreibung:

Der Shi Tzu ist ein robustes Tier und trabt einher mit einer recht 'hochmütigen' Haltung, wobei der Schwanz nach oben gerichtet ist. Die Ohren hängen nach unten und sind dicht behaart, ebenso wie es beim Nacken der Fall ist. Der Hund erreicht eine maximale Höhe von 26,7 Zentimetern und ein Gewicht zwischen 4,5 und 7,5 Kilogramm.

Dichtes und langes Haar mit reichlicher Unterwolle ist ein weiteres Kennzeichen des Tieres, wobei es in allen Farben und Schattierungen erscheinen kann.



Unterschiede in Europa und USA:

Während beim amerikanischen Shi Tzu die Beine relativ hoch erscheinen, so sind diese beim europäischen Bruder kürzer und stehen weiter voneinander ab, wobei sie eine leichte Biegung aufweisen. Die Brust der amerikanischen Zucht wirkt kleiner und schmächtiger als beim europäischen Tier, welche breit und kräftig erscheint. Der Amerikaner besitzt einen langen, schlanken Hals, auf welchem ein fast quadratisch zu nennender Kopf ruht, während das europäische Tier über einen kräftigen Hals mit rundem Kopf verfügt. Die Augen des amerikanischen Hundes sind bedeutend kleiner als die seines europäischen Rasse-Bruders. Ebenso liegen die Schultern des europäischen Shih Tzu mehr nach hinten.


Gesundheit und Anfälligkeit:

Der Shih Tzu hat leider mit Lebensmittel-Allergien zu kämpfen, wobei insbesondere Mais zu Problemen wie Schuppen, Verfärbungen des Fells, Blähungen und Durchfall, sowie Juckreiz führen kann. Bekannte erbliche Krankheiten beim Shi Tzu sind Anale Dysplasie, Hüftgelenksdysplasie, Nabelbruch sowie Portosystemischer Shunt.

Pflege:

Aufgrund der Länge des Fells, welches bis zum Boden reichen kann, ist die Pflege des Tiers mit erheblichem Aufwand verbunden. Wie auch beim Pudel, sollte dieses darum regelmäßig gekürzt werden, sofern es sich nicht um ein Ausstellungstier handelt, um Verschmutzungen etwa bei Spaziergängen zu vermeiden. Soll auf einen kurzen Schnitt verzichtet werden, um die Rassemerkmale des Hundes beizubehalten, so ist ein ausgiebiges Kämmen oder Bürsten unabdingbar, um Verfilzungen des dichten Haares zu vermeiden. Viele Besitzer eines Shih Tzu flechten das Kopfhaar ihres Tieres zu einem Zopf, um so zu verhüten, dass das Haar in die Augen fällt und zu Entzündungen oder Reizung führt. Aufgrund der kleinen, flachen Nase besteht die Gefahr, dass das Tier beim Fressen oder Schnuppern an schmutzigen Gegenständen sein Gesicht verunreinigt. Aus diesem Grunde sollte darauf geachtet werden, stets etwaige Reste des Futters oder andere Verunreinigungen mit einem feuchten Tuch zu entfernen. Ebenso sollten die Augen des Tieres täglich auf Schleimausscheidungen überprüft und diese beseitigt werden. Da der Shih Tzu als sogenannte 'rundköpfige Rasse' mit Atemschwierigkeiten bei Temperaturen über 24 Grad zu kämpfen hat, sollte vom Besitzer eines solchen Tieres diesem Umstand Rechnung getragen werden.


Wesen:


Prinzipiell besitzt der Shih Tzu ein verspieltes und gutmütiges Wesen, welches er auch im Alter nicht verliert. Seinem Herren treu und ergeben, ist der Shih Tzu nicht nur anpassungsfähig, sondern zeigt sich auch selbstsicher und fähig, sich durchzusetzen.

Zuweilen wird dem Shih Tzu gar eine gewisse Sturheit nachgesagt, da er nicht selten einen Befehl ignoriert, um seine Eigenständigkeit zum Ausdruck zu bringen.

Auch wenn der Shih Tzu nicht soviel Aufmerksamkeit verlangt, wie etwa ein Arbeitshund, sollte ihm dennoch genügend Möglichkeit gegeben werden, seinen Spieltrieb auszuleben. Im Gegensatz zu seiner früheren Aufgabe als Wachhund wird das Tier heute als Begleit- oder Schoßhund gezüchtet.




Herkunft und Geschichte:

Beim Shih Tzu (übersetzt: Löwenhund) handelt es sich um eine tibetische Hunderasse, von welcher durch Analysen der DNS bestätigt wurde, dass dessen Vorfahren mit zu den weltweit ältesten Hunderassen gehören. Der Shih Tzu wird von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) als Begleit- und Gesellschaftshund tibetischer Hunderassen eingestuft und anerkannt.

Es wird erzählt, dass der Buddha einen Hund als Begleiter hatte, welcher in der Lage war, sich in einen Löwen zu verwandeln, sodass tibetische Mönche den Shih Tzu – ob seiner Ähnlichkeit mit einem kleinen Löwen – bereits im 7. Jahrhundert als Wachhund in ihren Klosteranlagen hielten. Im 17. Jahrhundert kamen die Tiere im Zuge von Tributzahlungen der Tibeter in das Kaiserreich China, wird jedoch seit der Machtübernahme der Kommunisten dort nicht mehr gezüchtet.

Dieser Artikel basiert auf dem FCI Rassestandard:
Rassestandard Nr. 208 der FCI: Shih Tzu