West Highland White Terrier

Beschreibung:

Der West Highland White Terrier wird in der Umgangssprache auch Westie genannt. Bei einer Größe, die etwa bei 28 cm liegt, sollten diese Terrier ein Gewicht von 8 kg bis 10 kg erreichen. Dieser Hund sollte eine hervorragende Mischung von Kraft und Aktivität zum Ausdruck bringen.

Der Westie hat kleine, aufrecht stehende Ohren, die dabei nicht zu weit auseinander stehen sollten. Seine Augen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie eine mittlere Größe haben und so dunkel wie möglich sind. Sie sollen einem wachsamen und intelligenten Blick zeigen. Die Rute dieses Terriers ist hat eine ungefähre Länge von 13 cm bis 15 cm. Sie wird aufrecht getragen, aber nicht über dem Rücken. Das kupieren der Rute ist sogar im Rassestandard unerwünscht (in den meisten Ländern durch das Gesetz strikt verboten).

Der West Highland White Terrier hat, wie auch sein Name zum Ausdruck bringt, ein weißes Haarkleid. Es ist ein doppletes Fell, welches dieser Hund hat. Es besteht aus ungefähr 5 cm langem Deckhaar (es sollte keine Locken aufweisen) und einer kurzen, weichen und dichten Unterwolle.

Von ihrer schottischen Heimat her ist die Rasse an raues Wetter gewohnt, in der Sommerhitze können die Hunde Probleme bekommen.

Gesundheitliches:

Der Westie ist in den 1990er-Jahren in Deutschland – bedingt durch die Werbung – zum Modehund geworden. Um die hohe Nachfrage an dieser Rasse zu befriedigen, ließen es manche Züchter an der nötigen Sorgfalt bei Auswahl und Gesundheit der Zuchttiere fehlen.

Hunde dieser Rasse sollten regelmäßig getrimmt werden. West Highland White Terriers haaren nicht: Das abgestorbene Deckhaar fällt nicht von selbst aus, sondern muss ausgezupft werden (mit den Fingern oder einem Trimmmesser). Je regelmäßiger (alle zehn bis zwölf Wochen) man den Hund trimmt, desto besser kommt sein doppeltes Haarkleid zur Geltung und man beugt so unter anderem Hauterkrankungen und Juckreiz vor.

Die Cranio-mandibuläre Osteopathie ist eine bei Jungtieren auftretende, sehr schmerzhafte Knochenkrankheit des Schädels. Gelegentlich kommt es bei West Highland White Terriern zur Kniescheibenluxation: ausgeschlagene Kniescheibenlagerung bewirkt unterschiedliche Lahmheit.

Außerdem treten Allergien, Kiefermissbildungen und Lebererkrankungen sowie Zahnprobleme (Ein- und Überbiss) auf. Angeborene Harnleiterektopie ist bei Welpen dieser Rasse ebenfalls überdurchschnittlich häufig.

Verwendung:

Diese Hunde wurden ursprünglich für die Jagd in den Highlands gezüchtet. An ihrem weißen Fell konnte man sie leicht zwischen Felsen und Gestrüpp erkennen.

Hinzu kam, dass der West Highland White Terrier ein zäher, widerstandsfähiger Terrier war, der ohne viel Angst in Fuchs- und Dachsbau hineinfuhr.

Heute wird er oft als Familienhund verwendet und äußerst selten bis gar nicht für seinen ursprünglichen Zweck der Jagd.

Wesen:

Der Westhighland White Terrier hat aufgrund seiner ausgeprägten jagdlichen Vergangenheit ein sehr großes Selbstbewusstsein und gilt zudem als sehr widerstandsfähig und zäh.

Diese Hunderasse eignet sich als Familienhund sofern er körperlich und geistig gefordert wird und sein ursprünglicher Jagdtrieb in sinnvolle Bahnen gelenkt wird.

Herkunft und Geschichtliches:

Die ersten Linien der West Highland White Terrier werden der Familie Malcolm in Poltalloch in Argyllshire zugeschrieben. Colonel Edward Donald Malcolm, 16th of Poltalloch, (1837–1930) wird allgemein als Begründer dieser Hunderasse angesehen und hat ihr auch den Namen „West Highland White Terrier“ verliehen.

Auf Gemälden des Tiermalers Edwin Landseer aus dem Jahre 1839 sind bereits West Highland White Terrier zu erkennen.

Im Januar des Jahres 1905 wurde der erste „West Highland White Terrier Club“ in Schottland mit dem Duke of Argyll als Ehrenpräsidenten und Colonel Malcolm of Poltalloch als Präsidenten gegründet, um die Zucht dieses Terriers zu fördern.

Noch bis 1924 konnten weiße Welpen aus Cairn-Terrier-Würfen als West Highland White Terrier eingetragen werden. Der Rassestandard aus dem Jahr 1905 hat sich kaum verändert, wohl aber das äußere Erscheinungsbild.

Die Hunderasse war auch das Wappentier des Schottischen Bahnbetriebswerk in Eastfield (Glasgow), einige Lokomotiven hatten ein Bildnis des Hundes auf dem Lokkasten.

 

Dieser Artikel basiert auf dem Rassestandard der FCI
Rassestandard Nr. 85 der FCI: West Highland White Terrier
und auf dem Artikel West_Highland_White_Terrier aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.