Xoloitzcuintle (Mexikanischer Nackthund)

Beschreibung:

Der Xoloitzcuintle wird auch mexikanischer Nackthund genannt und durch die FCI in drei Größen geführt. Bei dem Gewicht legt sich der Rassestandard nicht fest. Die Einteilung der FCI nach Größe lautet:

Standard - von 46 cm bis 60 cm Widerristhöhe (+2 cm Toleranz bei vorzüglichen Exemplaren)
Mittel -  von 36 cm bis 45 cm Widerristhöhe
Miniatur  - von 25 bis 35 cm Widerristhöhe

Diese Hunderasse ist haarlos. Nur auf der Stirn und an der Rutenspitze können kleine Haarbüschel auftreten. Die Farbe der Haut kann schwarz, schiefergrau, leberfarben oder bronze sein, wobei rosa- oder kaffeefarbene Flecken zulässig sind.


Der mexikanische Nackthund hat weiche, elastische und glatte Haut. Diese Hunderasse hat etwa 10 cm lange „Fledermausohren“. Die Augen des Xoloitzcuintle sind mandelförmig und kommen in den Farben von schwarz bis gelb vor.

Problematik der Rasse:

Die Haarlosigkeit wird dominant vererbt und wirkt in homozygoter Form als Letalfaktor, der zum Absterben der homozygot haarlosen Embryonen schon im Mutterleib führt.

Entgegen der bei einem normalen dominant-rezessiven Erbgang zu erwartenden Verteilung kommt es also bei der Verpaarung von zwei unbehaarten Hunden zu einem durchschnittlichen Verhältnis von 2:1 zwischen unbehaarten und behaarten Nachkommen.

Paart man dagegen einen behaarten Hund mit einem Nackthund, so entstehen je zur Hälfte nackte und behaarte Hunde. Diese Art der Zucht vermeidet die phänotypische Ausprägung des Letalfaktors, ist jedoch nicht von allen Zuchtverbänden erlaubt, denn in vielen Ländern wird die behaarte Varietät nicht offiziell anerkannt. Aufgrund dieses Sachverhalts wird diese Rasse zuweilen als Qualzucht angesehen.

Es gibt die Forderung, die Zucht zu verbieten.

Gesundheitliches:

Die Haut des Xolo ist dicker und robuster als bei behaarten Hunden. Der Mexikanische Nackthund ist nicht übermäßig kälteempfindlich, vergleichbar mit kurzhaarigen Hunden ohne Unterwolle, z.B. Pinscher. Vor Sonnenbrand müssen vor allem die helleren Hautpartien und generell die hellen Nackthunde geschützt werden.

Grau-schwarze Nackthunde sind kaum gefährdet, da sie schon die ersten Sonnenstrahlen nutzen um ihre Pigmente in der Haut anzureichern, so dass aus einem "grauen" Hund im Winter ein "schwarzer" Hund im Sommer wird. Ist dem Hund zu heiß, liegt er auch lieber im Schatten.

Verwendung:

Der Xoloitzcuintle wird als Wach- und Familienhund gehalten.

Wesen:

Diese Hunde sind freundlich, anhänglich an seine Familie und intelligent. Darüber hinaus sind sie im Besitz größtem Anpassungsvermögen. Weiter werden sie als würdevoll und ruhig beschrieben.

Mexikanische Nackthunde brauchen recht wenig Bewegung, man sollte sie aber regelmäßig rennen und spielen lassen. Diese Hunde begleiten ihre Halter gerne überall hin.

Herkunft und Geschichte:

Der Xoloitzcuintle ist keine Erfindung der Neuzeit, sondern begleitet den Menschen seit etwa 4000 Jahren. Entstanden sind Nackthunde an unterschiedlichen Stellen weltweit. Die frühste Darstellung eines solchen Hundes, eine Tonfigur, datiert auf etwa 1700 v. Chr. und wurde in Tlatilco, Mexiko gefunden.

Diese Figur ist sogar die älteste Darstellung eines Hundes auf dem amerikanischen Kontinent überhaupt. Da er so verewigt wurde, muss der Xoloitzcuintle bereits in dieser Zeit ein sehr wertvoller, angesehener Hund gewesen sein. Der Name bedeutet etwa „Hund des Gottes Xolotl“.

 

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