Foxterrier (Glatthaar)

Beschreibung:

Der Foxterrier (Glatthaar) ist eine sehr alte Hunderasse, die ihre Ursprünge in Großbritannien hat und sehr eng verwandt mit der langhaarigen Variante des Foxterriers ist. Ein glatthaariger Foxterrier wird in etwa 7.5 kg bis 8.0 kg schwer. Hündinnen werden etwas leichter, da sie meist ein wenig kleiner und weniger muskulös gebaut sind. Sie kommen auf ein Gewicht von 7.0 kg bis 7.5 kg. Auf eine einheitliche Größe legt sich der Rassestandard nicht fest. In der Regel wird ein glatthaariger Foxterrier aber ungefähr 35 cm bis 40 cm groß.

Der Foxterrier (Glatthaar) hat glattes, kurzes und hartes Fell. Es ist weiß mit schwarzen Abzeichen oder schwarz und lohfarbenen. Die Ohren sind klein, V-förmig, abgeknickt, mit einer ordentlichen Falte nach vorne dicht an die Wangen fallend. Er hat dunkle Augen, die mäßig klein sind. Sie sollen dem Terrier einen lebhaften und intelligenten Ausdruck verleihen.




Verwendung:

Der glatthaarige Foxterrier eignet sich, wie auch der drahthaarige Foxterrier, hervorragend für die Jagd, besonders auf Fuchs- (engl. fox) und Dachs- bis hin zur Wildschweinjagd. Darüber hinaus sind beide Foxterrier Varietäten aüßerst gute Begleithunde. Es sei darauf hingewiesen, dass sie aufgrund ihrer Lebhaftigkeit und ihres „eigenen Kopfes“ eine konsequente Erziehung benötigen und darüber hinaus viel Bewegungsmöglichkeiten.

Wesen:

Vom Wesen wird der Foxterrier (Glatthaar) als ein lebhaft, bewegungsschneller und wachsamer Hund beschrieben. Er ist auch freundlich, aufgeschlossen und furchtlos. Er ist einer der lebhaftesten Terrier und benötigt deshalb viel Beschäftigung und Bewegung. Bekommt er diese ist er ein sehr guter Familien- und Begleithund.


Herkunft und Geschichte:

Der Foxterrier entstand vermutlich im 19. Jahrhundert, die beteiligten Ausgangsrassen sind in der Literatur umstritten. Der Kennel Club registriert den Fox Terrier (so die englische Bezeichnung) seit 1876. Heute werden sowohl beim Kennel Club als auch bei der FCI die Foxterrier in zwei Rassen unterschieden: Glatthaar-Foxterrier und Drahthaar-Foxterrier.[1]

Hunde, die als Vorläufer der Rassen angesehen werden, kamen mit den Anfängen der Fuchsjagd in England auf und wurden als Laufhunde in den Meuten sowie für die Baujagd eingesetzt.[2] Sie wurden im 14. und 15. Jahrhundert auf Jagdbildern dargestellt. Der Foxterrier wurde erstmals im Jahr 1862 in Birmingham bei einer Ausstellung vorgestellt. Sein Zuchtstandard wurde im Jahr 1876 festgelegt.

In den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde er in Deutschland eingeführt und vom Prinzen Albrecht zu Solms-Braunfels weiter gezüchtet. Der Ursprung des Drahthaar-Foxterriers und des Glatthaar-Foxterriers ist der gleiche, doch ist die drahthaarige Rasse wahrscheinlich auf eine Kreuzung zwischen Glatthaarfox und dem drahthaarigen englischen Terrier zurückzuführen, der Glatthaarfox ist also die ältere Rasse. Im Jahr 1913 nach der Gründung der Wire Fox Terrier Association und der Legalisierung des Trimmens kam es zu einem starken Aufschwung in der Zucht der Drahthaar-Foxterrier.[2]

Bei der Zucht der Foxterrier werden zwei Rassen gezüchtet, der Drahthaar- und Glatthaar-Foxterrier. In den USA werden beide Rassen auch als Toyrassen gezüchtet, was jedoch in Europa nicht erwünscht ist.

Literatur:

  1. http://www.foxterrier-verband.de

  2. Hans-Joachim Swarovsky: BI-Lexikon Hunderassen. 2. Auflage. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1985, S. 170.

 

Dieser Artikel basiert auf dem FCI Rassestandard:
Rassestandard Nr. 12 der FCI: Foxterrier, glatthaarig
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