Malinois

Beschreibung:

Der Malinois ist ein mittelgroßer Hund, der seine Ursprünge in Belgien hat und eine der vier Varietäten des belgischen Schäferhundes ist. Ein Malinois Rüde wird in etwa 60 cm bis 66 cm groß und erreicht dabei ein Gewicht, dass zwischen 25 kg und 30 kg liegt. Hündinnen dieser Varietät des belgischen Schäferhundes werden ein wenig kleiner und auch leichter. Sie kommen auf ein Gewicht von 20 kg bis 25 kg und erlangen dabei eine Widerristhöhe, die zwischen 56 cm und 62 cm liegt.

Der Malinois (gesprochen Malinu-a) auch Mechelaar oder in der Umgangssprache vieler Hundezüchter Mali beziehungsweise Malli, ist die kurzhaarige Variante des Belgischen Schäferhundes. Der Malinois ist ein Hund ohne Übertreibungen, das heißt sein Exterieur ist einfach, zweckorientiert und gebrauchsfähig. Er unterscheidet sich von den anderen Varietäten des Belgischen Schäferhundes nur durch seine Fellfarbe und -beschaffenheit.

Alle anderen äußeren Merkmale sollen bei allen Belgischen Schäferhunden gleich sein. In der Regel ist der Malinois falbfarben mit schwarzer Maske und schwarzer Wolkung (Charbonnage). In der Realität variiert das Erscheinungsbild von sehr hellem, sandfarbenem Fell über rotbraun bis zu dunkelbraungrau. Fehlende Unterwolle wird als Fehler in Bezug zum Rassestandard gewertet.




Verwendung:

Der Malinois ist als anspruchsvoller Haushund genau so gut geeignet wie als Sporthund, Begleithund sowie als Diensthund bei Polizei, Gendarmerie, Militär und Zoll, wo er zurzeit stark verbreitet und beliebt ist. Bei der Exekutive gibt es Ausbildungsmöglichkeiten zum Schutz-, Fährten- und Stöberhund (Stöbern nach Personen und Gegenständen) sowie eine Zusatzausbildung (Dualverwendung) als Drogenspürhund, Brandermittlungs-, Sprengmittel-, Leichen- und Blutspür- sowie als Lawinen- und Verschüttetensuchhund. Dieser Hund ist nicht für Anfänger geeignet und sollte von einem erfahrenen Halter gehalten werden. Darüber hinaus benötigt der Malinois viel Beschäftigung und Bewegung.

Wesen:

Ursprünglich wurde der Malinois als Hüte- und Treibhund gezüchtet. Er hat sich allerdings sehr schnell als Dienst- und Sporthund etabliert. Besonders in seinen Ursprungsländern Belgien, Niederlande und Frankreich wurde er schon immer auf seine „inneren“ Eigenschaften selektiert. Dabei war seine äußere Erscheinung zweitrangig. Er ist etwa so groß wie der deutsche Schäferhund, aber weniger massig und dadurch schneller, wendiger und reaktionsschneller.

Seine Lern- und Arbeitsfreude gepaart mit Härte und gleichzeitiger Sensibilität machen ihn nicht gerade zum Anfängerhund.

Er hat den unbändigen Willen zur Arbeit und Bewegung: Kann er diese Triebe nicht ausleben, so kann sich die Energie auch an der Wohnungseinrichtung entladen. Charakterlich findet man Hunde innerhalb einer weiten Skala von „sehr ängstlich und scheu“ über „gut sozialisiert und menschenfreundlich“ bis zu „aggressiv und mit Vorsicht zu behandeln“.

Herkunft und Geschichte:

Ein Hund diesen Typs trat das erste mal um das Jahr 1899 auf. Namensgebend ist die Stadt Malines oder Mecheln (ca. 30 km entfernt von Brüssel, 25 km entfernt von Antwerpen) im flämischen Sprachgebiet Belgiens. Schon sehr bald überragten die Malinois als Arbeitshunde alle anderen Varianten des Belgischen Schäferhundes. [1]

Ein besorgniserregender Trend ist es einen Malinois, der aus Arbeitslinien (meist aus dem Polizeidienst) stammt, mit anderen Schäferhunden, vorrangig dem Hollandse Herder, zu verpaaren und somit sehr arbeitswillige Hunde zu züchten, die zu gewissen Teilen schon zu "aggressivem Verhalten tendieren". Diese werden leider schon im Kindesalter "abgerichtet" und später als "Waffe ohne Waffenschein" angepriesen. So ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis diese Hunde, auch X-Herder genannt, ähnlich den so genannten Kampfhunden gleichgestellt werden. Dieser Umstand ist sehr zu bedauern und es sollte jedem klar sein, dass ein solcher Hund nur von sehr erfahrenen Haltern gehalten werden sollte.

Literatur:

1. Hans Räber: Enzyklopädie der Rassehunde. Bd.1, Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 1993/2001, ISBN 3-440-06555-3, Der Malinois.


Dieser Artikel basiert auf dem FCI Rassestandard:
Rassestandard Nr. 15 der FCI: Malinois
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