Discdogging - ein besonderer Hundesport

Seit knapp 40 Jahren ist dieser Sport populr, Discdogging stellt eine besondere Verbindung zwischen Hundebesitzern und dem Hund her, es ist zugleich eine gute Portion Spa als auch eine ernstzunehmende Sportart, die Training bentigt. Was fr Anforderungen werden hierbei gestellt? Kann jeder Besitzer mit seinem Hund Hundefrisbee ausben?






Die Geschichte des Discdoggings

Hundefrisbee gibt es noch nicht allzu lange, er wurde mehr durch Zufall in den 70er Jahren entdeckt. Alex Stein, ein amerikanischer Student, schlich sich im August 1974 in ein Baseballstadion mit seinem Hund und zeigte in der Pause vor laufender Kamera eine Reihe von Tricks mit dem Frisbee, dadurch wurde das heutige Discdogging geboren.

Was gibt es zu beachten?

Der wichtigste Punkt ist, dass Hundefrisbee ein Teamsport ist. Ein unmotivierter Hund wird nicht bereit sein, dem Frisbee hinter zulaufen, daher ist der Besitzer genauso wichtig fr den Erfolg, wie der Hund. Er muss seinen Hund nmlich motivieren. Dies erfolgt natrlich nicht von heute auf morgen, es ist sehr viel Zeit und Geduld gefragt, gefolgt von einer Menge Training, angefangen beim Hundebesitzer. Discdogging ist in erster Linie das Werfen eines Frisbees, und der weltbeste Hund kann mit einer miserablen Wurftechnik nichts anfangen. Daher sollte man zuallererst alleine trainieren und die richtigen Wurftechniken meistern, die frs Hundefrisbee notwendig sind.

Hundefrisbee
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Die richtige Technik

Fr Anfnger im Discdogging gibt es zwei wichtige Wurftechniken, die Rckhand und den Roller. Empfehlenswert sind sogenannte Discdogging-Seminare, diese bringen einem nicht nur die Techniken und Wrfe, sondern die richtige Motivation fr den Hund bei. Der Roller ist ein Wurf, der senkrecht nach oben erfolgt und sehr viel Rotation hat, um den Instinkt des Hundes anzusprechen. Zuvor sollte ein Kommando festgelegt werden, um dem Hund mitzuteilen, ab wann er loslaufen darf, das erfordert selbstverstndlich eine Menge bung. Bei allen Wrfen des Hundefrisbees gilt, dass man vorher ohne Hund ben sollte, um sich einzuwerfen. Der Rckhandwurf ist der normale Wurf eines Frisbees in eine beliebige Richtung, der Daumen ist auf der Scheibe, whrend die restlichen Finger den Rand des Hundefrisbees berhren, nach sehr viel Training sollte auch dieser Wurf gemeistert sein. Hat man gengend trainiert, holt man den Hund dazu. Manche Hunde sind von Natur aus motiviert, das erleichtert das Discdogging ungemein, allerdings ist ein unmotivierter Hund kein Grund aufzugeben, irgendwann ist jeder Hund soweit. Der Hund sollte neben einem stehen und in die Wurfrichtung schauen, danach wird das Frisbee ein paarmal geworfen, um den Hund zu begeistern. Natrlich wird es beim ersten Mal nicht unbedingt funktionieren, aber wenn der Hund motiviert ist, sollten sich bereits nach kurzer Zeit erfolgreiche Versuche zeigen. Spter kann man immer unterschiedlichere Wurfarten ausprobieren, damit Hundefrisbee voll und ganz genossen werden kann.

Welche Hunderassen sind dafr geeignet?

Jeder Hund ist frs Discdogging geeignet, die Rasse und Krpergre sind irrelevant. Natrlich sollte man sein Wurfverhalten nach seinem Hund ausrichten, da jeder Hund verschieden ist. Manche Hunde knnen nicht so hoch springen wie andere, generell empfiehlt sich eine rztliche Untersuchung, um herauszufinden, wie geeignet der Hund frs Discdogging ist. Die Gesundheit des Hundes ist oberste Prioritt, daher wird eine Untersuchung empfohlen. Das Alter des Hundes ist unwichtig, die einzige Ausnahme sind junge Hunde, man sollte warten, bis der Hund ausgewachsen ist, das nimmt 18 Monate in Anspruch. Dem Hund das Hundefrisbee nahezubringen, ist allerdings nicht verkehrt, sehr einfache Wrfe beziehungsweise das Apportieren sind erlaubt und sogar ratsam, um den Hund fr spter zu motivieren.





Welche Scheiben benutzt man?

Discdogging darf nicht mit durchschnittlichen Frisbees ausgebt werden! Diese knnten dem Gebiss des Hundes schaden, da das Plastik splittern kann. Frs Hundefrisbee gibt es spezielle Scheiben im Tiergeschft, aber auch hier sollte man aufpassen. Eine gute Mischung aus Flugeigenschaften und Komfort ist die Lsung, die Hundefrisbees sollten vorher geprft und geworfen werden, der Verkufer kann einem zwar die Qualitt und Sicherheit garantieren, aber ein Testwurf ist Pflicht! Liegt das Frisbee dann gut in der Luft, ist man bereit frs Discdogging. Der erste Schritt ist das Training.

Das Training

Discdogging bentigt wie jeder Sport Training. Frs Hundefrisbee sollte also ein geeigneter Ort gefunden werden, in der Regel ist eine ebene Wiese mit ausreichend Platz ideal. Das Wetter ist nebenschlich, Regen schadet nicht, zuvor sollten sich Besitzer und Hund gengend aufwrmen. Der Hund sollte vor dem Training nichts gegessen haben. Grundstzlich gilt, dass nicht mehr als zehn Minuten Training am Stck ausreichend sind, da Discdogging anstrengend ist. Dies kann mehrmals am Tag erfolgen, sprich zehn Minuten Training, eine Pause, und spter erneutes Training, jedoch nur in Maen! Nach dem Training verdient der Hund eine Pause und sollte nach etwaigen Verletzungen untersucht werden und zu Hause nach Wunsch verwhnt werden, um ihn fr seine Leistungen zu belohnen.

Kosten und Fazit

Die Kosten sind unterschiedlich und hngen von persnlichen Wnschen ab. Seminare liegen im Schnitt bei um die 70 Euro, rztliche Untersuchungen erhhen die Kosten noch einmal. Grundstzlich ist der Sport aber leicht zu finanzieren, da man nur einen Frisbee (und einen Hund) bentigt, um ihn auszuben. Hundefrisbees sind nicht allzu teuer, folglich ist Discdogging ein mehr als erschwinglicher Sport fr Hundefreunde! Wer also einen Sport fr sich und seinen Hund sucht, der Spa macht und Hingabe erfordert, hat mit dem Hundefrisbee das Richtige fr sich gefunden.