Arthrose beim Hund

Nicht nur Menschen, auch Hunde können Arthrose bekommen. Meist tritt die Krankheit bei älteren Tieren auf, kann aber auch schon junge Hunde ab zwei bis drei Jahren betreffen. Um der Arthrose vorzubeugen muss das Tier absolut artgerecht gehalten werden. Wird der Hund vor lauter Liebe überfüttert kann das daraus resultierende Übergewicht zu Arthrose führen. Zudem begünstigt auch Bewegungsmangel die Krankheit. Weitere Ursachen können körperliche Schäden, wie beispielsweise Meniskusschäden, Bänderrisse oder Arthritis sein. Einseitige Belastungen, die zum Beispiel dann entstehen, wenn das Tier lange Zeit humpelt, können sich ebenfalls negativ auswirken. Arthrose kann an allen Gelenken entstehen, häufig an der Hüfte (Coxathrose), an der Wirbelsäule (Spondyolose) und am Kniegelenk (Gonathrose).




Definition und Symptome

Arthrose ist eine degenerative Gelenkknorpelerkrankung, die nicht entzündlich ist. Da der Gelenkknorpel dabei nach und nach abgebaut wird, nehmen die Gelenke mit der Zeit eine andere Form an. Das führt zu starken Beeinträchtigungen in der Bewegung. Bei Mensch und Tier ist dasselbe Krankheitsbild erkennbar. Von Arthrose betroffene Hunde haben mit morgendlicher Gelenksteife zu kämpfen, besonders schlimm sind die Beschwerden bei Kälte und Regen. Wenn Hunde vor allem morgens nach dem Aufstehen lahmen und sich nur noch lustlos und langsam bewegen, sind das erste Anzeichen. Im weiteren Krankheitsverlauf haben die Tiere vor allem bei Sprüngen und beim Treppensteigen, später auch bei allen anderen Bewegungen, große Beschwerden.


Behandlungsmethoden

Obwohl Arthrose nicht heilbar ist, gibt es dennoch verschiedene Methoden und Behandlungsformen um die Beschwerden zu erleichtern. Wer den Verdacht hat, dass sein Hund an der Krankheit leidet, sollte schnell mit ihm zum Tierarzt gehen. Für einen eindeutigen Befund muss der Hund zuerst einmal geröntgt werden. Bewährte entzündungshemmende Medikamente sind Rymadyl und Metacam, diese helfen auch die Schmerzen zu stillen. Ist die Krankheit in einem fortgeschrittenem Stadium wird auch Cortison verabreicht. Sogenannte Cortisondepotinjektionen werden alle vier bis sechs Wochen angewendet, sie sind zwar sehr effektiv, können aber leider zu Wassereinlagerungen führen. Weitere Nebenwirkungen sind Übergewicht und kein Sättigungsgefühl. Eine invasive Behandlung ist ebenfalls möglich, dabei wird der Hund narkotisiert und das Cortison wird direkt ins Gelenk gespritzt. Die Schmerzen werden dann für fast ein halbes Jahr verbannt.




Goldimplantationen sind eine neue, alternative Behandlungsform. Der Nachteil dabei sind die damit verbundenen, hohen Kosten. Besonders bei jüngeren Tieren ist diese Behandlungsform jedoch sehr empfehlenswert, vor allem bei Hüftgelenkserkrankungen. Wer es sich leisten kann sollte sich dazu auf jeden Fall von seinem Tierarzt beraten lassen. Auch in der Homöophatie gibt es verschiedene Mittel zur Behandlung von Arthrose, beispielsweise Traumeel.

Als Hundebesitzer hat man ebenfalls mehrere Möglichkeiten, seinem Hund die Krankheit zu erleichtern. Eine intensive Pflege mit vielen Streicheleinheiten ist besonders wichtig, genauso wie regelmäßiger Auslauf. Man sollte auf lange Spaziergänge also auf keinen Fall verzichten, da Ruhelosigkeit die Beschwerden nur begünstigt. Zudem sollte der Hund möglichst oft die Möglichkeit haben zu schwimmen, Wasser ist nämlich ebenfalls gut für die Gelenke. Erleichterung können außerdem verschiedene Nahrungsergänzungsmittel, wie etwa ArthroFit

, verschaffen. Alle eigenen Behandlungsmaßnahmen sollten aber zuvor mit dem Tierarzt abgesprochen werden, da dieser genau weiß, was das Beste für den Hund ist.


hundewutz.de übernimmt keine Gewährleistung bezüglich der Richtigkeit dieses Textes. Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und darf den Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen, falls ihr Hund gesundheitliche Probleme haben sollte.