Canine Ceroid-Lipofuszinose

Canine Ceroid-Lipofuszinose ist eine Erkrankung bei Hunden, die der Neuronalen Ceroid-Lipofuszinose beim Menschen gleich kommt. Sie wird vererbt und tritt auf, wenn beide Elternteile von der Mutation betroffen sind. Es sind sowohl Rüden als auch Hündinnen betroffen. Je nach Rasse treten die Symptome im Alter zwischen sechs Monaten und sechs bis sieben Jahren auf, wobei Dalmatiner zum Beispiel sehr früh und Labrador Retriever vergleichsweise spät betroffen sind.




Durch einen Gendefekt und die Anlagerung von Speicherkörpern (Ceroid und Lipofuszin) in verschiedenen Zellen werden diese dauerhaft und irreparabel geschädigt. Dadurch kommt es zu typischen Symptomen, die häufig bei Schädigungen des Nervensystems beobachtet werden. Der betroffene Hund verliert seine Sehkraft, seine Mobilität und Koordinationsfähigkeit und verändert sein Essverhalten. Oft treten Demenzsymptome wie Orientierungsverlust, Verwirrtheit, Unsicherheit bis hin zur Aggression und Gedächtnisverlust auf. So kommt es vor, dass der Tierhalter nicht mehr erkannt wird und mit Aggressionen des Hundes zu kämpfen hat. Auch die Stubenreinheit kann verloren gehen. Schließlich verschlechtert sich der Gesundheitszustand des Tieres immer mehr und es verstirbt.

Eine Therapie gegen Canine Ceroid-Lipofuszinose gibt es derzeit nicht. Die einzig wirksame Maßnahme gegen die Krankheit ist genetische Hygiene. Indem erkrankte Tiere aus der Zucht ausgeschlossen werden, wird verhindert, dass sich Canine Ceroid-Lipofuszinose weiter verbreitet. Inzwischen wurden verschiedene Tests entwickelt, die den Gendefekt auch beim vermeintlich gesunden Hund nachweisen können. Die Diagnose bei bereits auftretenden Symptomen ist hingegen aufwendig und zeitintensiv, da die Krankheit in ihren Auswirkungen anderen sehr ähnlich ist. Erschwerend kommt hinzu, dass nicht alle Hunde nach den geltenden Zuchtstandards zur Welt kommen. Insofern ist die Canine Ceroid-Lipofuszinose eine Krankheit die es in der Theorie nicht geben müsste, die aber dennoch immer wieder diagnostiziert werden muss und vielen Tieren das Leben kostet.


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