Hepatozoonose

Unter Hepatozoonose wird eine Krankheit bei Hunden verstanden. Sie wird durch parasitäre Einzeller aus der Gattung Hepatozoon hervorgerufen. Der Krankheitsverlauf der Hepatozoonose tritt mit Fieber und Gewichtsverlust in Erscheinung. In einzelnen Fällen kommt es auch zu blutigen Durchfällen und Appetitlosigkeit. Weiterhin ist eine Überempfindlichkeit in der Lendenregion zu bemerken. Leider ist eine komplette Heilung der Hepatozoonose nicht möglich. Durch Gabe von Antiprotozoika ist es jedoch möglich, sie unter Kontrolle zu halten. Dieser Erkrankung kann jedoch vorgebeugt werden, in dem für den Schutz vor Zecken gesorgt wird. Zecken sind für die Infektion mit Hepatozoonose verantwortlich, in dem sie über das Maul des Hundes in den Körper gelangen.



Die Hepatozoonose galt bis vor etwa 12 Jahren in Europa als eine selten vorkommende Erkrankung bei Hunden. In Deutschland war sie gänzlich unbekannt. In der heutigen Zeit stellt die Hepatozoonose ein sehr großes Problem in Europa dar. Die Hepatozoon canis ist jetzt auch in Deutschland nachgewiesen worden. Bei der Hepatozoonose handelt es sich hauptsächlich um eine Urlaubskrankheit von Hunden, welche in den Mittelmeerraum mitgenommen worden sind.

In Spaniens Region Malaga gilt die Hepatozoonose als häufigste Krankheit bei Hunden. Mittels Bluttest ist die Diagnose in einem Labor feststellbar. Die Voraussage für daran erkrankte Hunde ist unbestimmt. Manche Hunde erleben eine spontane Erholung, andere wiederum sterben an der Hepatozoonose. Bisher gibt es noch keine speziellen Medikamente zur Behandlung dieser Erkrankung vor Ort.

Erreger und Übertragung

Hervorgerufen wird die Hepatozoonose in Afrika, Asien und Südeuropa hauptsächlich durch Hepatozoon canis hervorgerufen. In der warmen Sommerzeit kommt die braune Hundezecke auch in Mitteleuropa zum Vorschein. Ein Vorkommen über das gesamte Jahr hinweg ist in beheizten Räumen möglich.

Die Übertragung des Erregers erfolgt oral durch die Nahrungsaufnahme, durch Verschlucken oder auch Zerbeißen der Zecken. Auch durch die eigene Fellpflege gelangen die Zecken in dem Darm des Hundes, wo sie verdaut werden und sich der Erreger der Hepatozoonose freisetzt. Die Hepatozoonose wird nicht durch den Stich der Zecke übertragen. Die Schleimhäute des Tieres nehmen eine blasse Farbe an. Vorrangig betroffen sind Hunde, aber auch Katzen. Es werden die weißen Blutkörperchen befallen sowie Endothelzellen des Knochenmarks, der Leber, Lunge, Milz und der Muskulatur. Im Gewebe verursacht die Infektion eine eitrige Entzündung der Hirnhaut und des Gehirns. Die Zeit, die zwischen Infektion mit dem Krankheitserreger und dem Auftreten der ersten Symptome vergeht, kann zwei bis vier Wochen betragen.




Diagnose

Eine entsprechend Diagnose ist klinisch nicht feststellbar. Im Blutbild zeigt sich ein deutlicher Anstieg der weißen Blutkörperchen. Dadurch verringert sich die Zahl der roten Blutkörperchen. Die Aktivität der alkalischen Phosphatase ist erhöht. Sie können auf vorliegende Krankheiten der Leber oder des Skeletts Hinweise geben. Mit Hilfe eines Blutausstrichs lassen sich die Erreger durch die sogenannte Giemsa-Färbung nachweisen.

Eine klinische Heilung ist durch Verbindung von Imidocarb und Doxycyclin oder mit Trimethoprim und Sulfonamiden möglich. Als vorbeugende Maßnahme sollte der Hund deshalb mit einem speziellen Anti-Zeckenschutzmittel behandelt werden. Folgende Mittel finden hier Verwendung: Amitraz, Fipronil, Permethrin, Propoxur und Pyriprol. Sie haben bei direkter Anwendung auf der Haut des Tieres eine positive Wirkung bei der Abwehr von bis zu vier Wochen. Empfehlenswert ist die Verwendung von Deltamethrin und Propoxur in der Form von imprägnierten Halsbändern. Hier beträgt der Schutz des Tieres rund sechs Monate.


hundewutz.de übernimmt keine Gewährleistung bezüglich der Richtigkeit dieses Textes. Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und darf den Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen, falls ihr Hund gesundheitliche Probleme haben sollte.