Myasthenia gravis - Myasthenie

Myasthenia gravis, oder Myasthenie ist eine belastungsabhängige Muskelschwäche, die sich in den Aktivitätsphasen des Tages verschlimmert und in den Erholungsphasen wieder bessert. Grund für die Schwäche ist eine neurologische Erkrankung, durch sie wird die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel gestört, weiterhin zählt Myasthenia gravis zu den Autoimmunerkrankungen.




Symptome und Therapie


Myasthenia gravis zeigt sich oft erst durch erhöhte Müdigkeit und Gewichtsverlust, oft ist eine leichte Wesensveränderung zu spüren, weiterhin kommt es fast immer zur Lähmung des Schluck- und Rachenmuskels. Im späteren Verlauf erschlaffen vor allem die hinteren Gliedmaße und das Tier ermüdete sehr viel schneller, eine Lähmung ist nicht nicht ausgeschlossen und weniger häufig.

Die Diagnose von Myasthenie, erfolgt durch eine serologische Untersuchung auf Auto-Antikörper. Röntgenaufnahmen können auch sehr hilfreich sein, denn Lähmungen und andere Probleme, die mit einer Myasthenie auftreten, können so erkannt werden. Generell ist es aber schwierig eine Myasthenie direkt nachzuweisen, denn die Symptome sind nicht immer eindeutig und könnten erst auf andere Erkrankungen hindeuten, darüber hinaus ist diese Krankheit sehr selten und daher noch nicht gut erforscht.

Als Therapie gegen Myasthenia gravis werden Medikamente verabreicht, die den Abbau von Acetylcholin-Transmittern hemmen. In manchen Fällen, werden auch chirurgische Eingriffe durch geführt. Schmerzmittel sind nicht nötig, dann die eigentliche Myasthenie ist schmerzlos.




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Probleme und Gefahren

Eine Prophylaxe ist nicht möglich, da die Krankheit entweder vererbt wurde, oder erst später entsteht. Aktuell gehen Wissenschaftler davon aus, dass Myasthenia gravis durch einen Gendefekt entsteht. Eine Heilung ist oft nur selten möglich, aber nicht gänzlich ausgeschlossen. Das Leiden kann in vielen Fällen leider nur temporär gelindert werden. Es gibt eine Chance auf eine Spontanheilung, diese hängt jedoch vom Verlauf und der Schwere der Krankheit ab.

Dieser Umstand ist sehr problematisch, denn eine Lähmung der Atemmuskulatur, ist nicht ausgeschlossen, diese führt anschließend zum ersticken des Hundes. Eine weitere Gefahr ist der Megaoesophagus, eine starke Erweiterung der Speiseröhre, die durch die Erschlaffung der umliegenden Muskulatur entsteht. Sie zeigt sich durch häufiges würgen und auswerfen von Schleim und Futter das in der Speiseröhre liegen bleibt. Im schlimmsten Falle, kann der Hund daran ersticken wenn es nicht rechtzeitig bemerkt wird, es ist auch möglich, dass eine Lungenentzündung ausbricht. Bei einem Megaoesophagus muss die Fütterung in jedem Fall in aufrechter Position erfolgen und der Kopf anschließend hoch gehalten werden. So wird die Gefahr vermindert, dass Futterreste in der Speiseröhre liegen bleiben.

Sollte der Megaoesophagus zu weit fortgeschritten sein, oder der Hund zu starke Probleme beim Fressen haben, muss die Fütterung über eine Magensonde erfolgen. Vorher sollte jedoch die Ernährung umgestellt werden und eine Schlucktherapie durchgeführt werden.


hundewutz.de übernimmt keine Gewährleistung bezüglich der Richtigkeit dieses Textes. Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und darf den Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen, falls ihr Hund gesundheitliche Probleme haben sollte.