Meningitis-Arteriitis - SRMA

Die steril-eitrige Meningitis-Arteriitis, auch bekannt als SRMA (Steroid responsive meningitis-arteriitis), bezeichnet eine schmerzhafte Hirn- bzw. Rückenmarkshautentzündung, die bei Hunden auftritt. Sie zählt neben Staupe zu den häufigsten Formen der Meningen.

Meningitis-Arteriitis zählt zu den Autoimmunerkrankungen. Körpereigenes Gewebe wird hierbei im Bereich des Rückenmarks bzw. der Arterien durch Abwehrzellen angegriffen und Entzündungsreaktionen werden hervorgerufen.




Man unterscheidet zwischen einer akuten und einer chronischen, atypischen SMRA.

Während bei der akuten SRMA Symptome wie ein gestörtes Allgemeinbefinden, eine schiefe Halshaltung, Steifheit, Fieber und Schmerzen auftreten, weist die chronische Form zusätzlich Beschädigungen des Rückenmarks auf, sowie gegebenenfalls Ausfallerscheinungen in Form von Lähmungen. Bei einem akuten Krankheitsverlauf finden sich vermehrt weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Immunzellen im Liquor cerebrospinalis, darunter vor allem neutrophile Granulozyten und vermehrt das Immunglobulin IgA. Zudem liegt ein erhöhter Proteingehalt vor. Bei der chronischen Form der SRMA finden sich vermehrt Lymphozyten, Makrophagen, Monozyten und Immunglobuline, während die Menge an Proteinen unverändert bleibt.

Genaue Ursachen für SRMA sind bis dato völlig unklar. Vermutet werden unter anderem Toxine oder Infektionen, die zu Fehlfunktionen im Immunsystem führen.

Diagnostiziert werden kann die Krankheit über Untersuchungen des Blutbildes und des Liquor cerebrospinalis. Darüber hinaus ermöglichen Röntgenbilder den Ausschluss anderer Rückenmarks- bzw. Wirbelsäulenerkrankungen.

Eine Therapie kann, bei sicherer Diagnose, durch Gabe von Glukokortikosteroiden wie beispielsweise Prednisolon eingeleitet werden. Diese Mittel wirken entzündungshemmend und müssen über mindestens 6 Monate verabreicht werden. Eine regelmäßige Kontrolle der Blut- und Liquorwerte des Patienten ist im Rahmen der Therapie unbedingt notwendig, um eine entsprechende Dosierung der Medikamente anzupassen. Dabei zu beachten ist ebenfalls, dass eine relativ hohe Rückfallwahrscheinlichkeit von SRMA vorliegt, wenn die Medikation zu abrupt ausgesetzt wird. Bei frühzeitiger Diagnose und Therapie bestehen gute Heilungschancen.

Die Krankheit kann bei allen Hunderassen auftreten, Prädispositionen liegen allerdings bei mittelgroßen bis großen Rassen wie Boxern, Berner Sennenhunden und Beaglen vor.
Junge Hunde im Alter von 8 Wochen bis 18 Monaten sind besonders gefährdet.
Zum Teil wird eine Erblichkeit der Erkrankung vermutet, was bisher aber noch nicht bewiesen ist.


hundewutz.de übernimmt keine Gewährleistung bezüglich der Richtigkeit dieses Textes. Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und darf den Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen, falls ihr Hund gesundheitliche Probleme haben sollte.