Sticker-Sarkom bei Hunden

Allgemeines

Das Sticker-Sarkom ist eine ansteckende Erkrankung des Hundes, die sich hauptsächlich an den äußeren Geschlechtsorganen zeigt. Sie kann durch Speichel, direkten Kontakt und Geschlechtsverkehr von Hund zu Hund übertragen werden. Entdeckt worden ist die Krankheit im Jahre 1876 von einem russischen Tierarzt. Sicher ist man sich bis heute nicht, ob Viren an der Übertragung des Sticker-Sarkoms eine Rolle spielen.

Verbreitet ist das Sarkom vor allem bei Straßenhunden in warmen Regionen wie Osteuropa, Afrika, Südamerika und den Mittelmeerländern. Eine Übertragung auf den Menschen ist nicht möglich.




Symptome

Das Sticker-Sarkom zeigt sich in Form von rötlichen, leicht blutenden Knötchen, die sich vorwiegend an der Genitalschleimhaut des Hundes ansiedeln. Es kann beim befallenen Hund auch zu blutigem oder eitrigem Ausfluss kommen.

Die Geschwülste des Sticker-Sarkoms können bis zu einer Größe von 5 cm wachsen und nehmen dann eine blumenkohlähnliche Form an. Der Tumor kann Metastasen bilden und im Extremfall auch entfernte Organe (unter anderem sogar die Lunge und das Gehirn) befallen.

Diagnose

Eine sichere Diagnose des Sticker-Sarkoms erfolgt durch eine Biopsie im Labor. Charakteristisch für die Zellen des fraglichen Gewebes ist, dass sie weniger Chromosomen aufweisen als gesunde Zellen.


Behandlungsmöglichkeiten

In manchen Fällen heilt die Krankheit spontan von selbst ab. Ansonsten wird das Sticker-Sarkom mit einer Chemotherapie behandelt, namentlich mit dem Medikament Vincristin. Dieses wird 4-6 Wochen lang einmal wöchentlich verabreicht. Außerdem kann die Behandlung in Form einer Bestrahlung erfolgen. Bei chirurgischer Therapie kann es vorkommen, dass das Sticker-Sarkom abermals anwächst. Die Heilungsaussichten sind insgesamt gut, die Behandlungen sind jedoch recht kostspielig.

Heilungsversuche gab es auch mit der so genannten Hovi-Therapie. Dabei wird ein aus Schlangengift gewonnenes Enzym verwendet. Die Wirksamkeit dieser Behandlungsform ist jedoch nicht wissenschaftlich erwiesen.




Prophylaxe


Vorbeugend kann man gegen das Sticker-Sarkom wenig tun. Da die Krankheit viel häufiger in Mittelmeerländern als in Nordeuropa auftritt, wäre es jedoch ratsam, Hunde aus diesen Gebieten vor der Einfuhr nach Deutschland entsprechend zu untersuchen und gegebenenfalls zu therapieren.

Durch gesunde Haltung kann das Immunsystem des eigenen Hundes gestärkt werden, so dass er allgemein weniger anfällig für Krankheiten ist. Sollte der eigene Hund betroffen sein, ist es zum Schutz der übrigen Hunde in der Umgebung erforderlich, ihn bis zur Heilung von diesen fernzuhalten und nicht ohne Leine laufen zu lassen.


hundewutz.de übernimmt keine Gewährleistung bezüglich der Richtigkeit dieses Textes. Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und darf den Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen, falls ihr Hund gesundheitliche Probleme haben sollte.