Anaplasmose

Die Anaplasmose beim Hund wird durch eine Zecke übertragen, welche auch als gemeiner Holzbock bezeichnet wird. Die Zecke selbst ist nur der Überträger der Krankheit Anaplasmose. Die Inkubationszeit von Anaplasmose kann zwischen 4 und 20 Tagen liegen. Das Bakterium verteilt sich im gesamten Körper und die vorhandenen Granulozyten schädigen die Nieren, Leber, Lunge und die Hirnhaut. Das Immunsystem des Hundes beginnt bei dieser Erkrankung zu reagieren und es treten Husten und Nasenbluten auf. Bei Anaplasmose fällt es dem Hund schwer zu atmen und die Körpertemperatur steigt bis auf 41°Celsius an.

Bei diesen Symptomen ist unbedingt ein Tierarzt aufzusuchen, welcher die Krankheit mit dem Medikament Doxycyclinhyclat behandeln wird. Leider kann nicht bei allen Hunden die volle Gesundheit wieder hergestellt werden, wenn die Krankheitskeime von der Anaplasmose bis in das Knochenmark vorgedrungen sind. Die Gabe von Antibiotika wird sich bei Anaplasmose über vier Wochen hinziehen.





Als Prophylaxe gibt es verschiedene Mittel, welche wirksam gegen Zeckenbefall helfen. So kann dem Hund ein Zeckenhalsband angelegt werden oder es werden entsprechende Tropfen verabreicht. Das Medikament wird im Genick des Hundes aufgetragen, wobei die Pipette bis auf die Haut des Hundes gedrückt werden muss. Auf diesem Weg wird verhindert, dass sich das Tier das Medikament selbst entfernen kann. Trotz dieser Maßnahmen wird ist nicht ausgeschlossen, dass sich eine Zecke im Fell des Hundes festsetzt. Deshalb sollte nach einem Spaziergang über die grüne Wiese nach Zecken im Fell gesucht und mit einer speziellen Zeckenzange entfernt werden. Wird eine Zecke nicht gefunden, greifen die verschieden Mittel gegen Zecken, welche die Plagegeister nach einer bestimmten Zeit abtöten.

Die Zecken fallen später allein zu Boden. Die gefährlichen Bakterien der Anaplasmose werden erst nach längerem Saugen der Zecke in den Köper des Hundes gebracht. Durch die eingesetzten Mittel gegen Zecken sind diese Tiere verendet bevor sie die Bakterien absetzten können. Besonders wichtig ist, dass die Hundehalter den Schutz gegen die Zecken in regelmäßigen Abständen erneuern. Werden diese Hinweise durch die Hundehalter beachtet, ist die Gefahr, dass das geliebte Haustier an Anaplasmose erkrankt, sehr gering.




Anaplasmose können auch Menschen bekommen, wobei eine Übertragung von Hund zum Menschen allerdings ausgeschlossen ist. Das Bakterium muss direkt in die Blutbahn gelangen, was nur über einen infizierten Holzbock passieren kann. In Deutschland kommen etwa 2 bis 5 Prozent der Holzböcke als Überträger von Anaplasmose infrage. Auf jeden Fall sollte nach dem Spaziergang mit dem Hund im Grünen geschaut werden, ob sich am Körper eine Zecke festgesetzt hat.


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