Bandwurmerkrankung des Hundes

Jeder Hund kann von Würmern befallen werden, egal ob jung oder alt. Das Risiko, dass Hunde mit Bandwürmern infiziert werden, hängt von verschiedenen Faktoren, wie dem Auslauf, den Kontakt zu Artgenossen oder dem Fressen von Kot ab. Er kann sich ebenso über die Aufnahme von Wurmeiern und Larven infizieren, die sich auf Wiesen und im Garten finden. Der Hundebandwurm besteht aus einer Vielzahl von Funktionseinheiten. Sie wachsen stetig im Halsbereich unter Ausbildung neuer Funktionseinheiten, die die abgelösten ersetzen. Diese werden mit dem Kot ausgeschieden oder bleiben am Fell im Afterbereich kleben, wo sie manchmal vom Hundehalter entdeckt werden. Vermindert werden kann der Befall mit Hundebandwürmern höchstens durch die Empfehlung an den Hundebesitzer, den Kot des eigenen Hundes regelmäßig zu entfernen. Schon mit dieser einfachen Maßnahme kann die Verbreitung des Hundebandwurms eingedämmt werden. Der Hund sollte davon abgehalten werden, eigenen oder den Kot anderer Hunde zu fressen und den Kontakt zu Streunern und toten Tieren möglichst vermeiden. Da auch Flöhe den Hundebandwurm übertragen, ist ein regelmäßiger Tierarztbesuch sinnvoll. Der Hund müsste wenigstens vier mal jährlich auf Wurmbefall untersucht und entwurmt werden.





Bandwurmarten

Das ist zum einen der Fuchsbandwurm. Dieser tritt beim Hund eher selten auf, ist allerdings der Auslöser einer lebensgefährlichen Bandwurmerkrankung beim Menschen. Er ist eher klein, wird nur ca. drei mm lang und setzt sich mit seinen Haken an der Darmwand des Hundes fest. Bei einem Befall mit dem Fuchsbandwurm sollte der Hund alle 3 Monate entwurmt werden, und der Halter sich vor jeder Nahrungsaufnahme die Hände waschen, damit das Risiko einer Aufnahme von Wurmeiern eingedämmt ist.

Der Dreigliedrige Hundebandwurm ist in Mitteleuropa eher selten bei unseren Hunden zu finden, in Südeuropa dagegen kommt sehr häufig vor. Da als Zwischenwirt des dreigliedrigen Hundebandwurmes Paarhufer, Esel und Schweine auftreten, kann durch den Verzehr von rohen Innereien dieser Tiere die Infektion auf den Menschen und den Hund erfolgen. Beim Übertragen des Hundebandwurmes auf den Menschen ist die Bildung von Zysten durch die Finne möglich. Durch den Kontakt mit Ausscheidungen nicht entwurmter Hunde besteht ein großes Infektionsrisiko und als vorbeugende Maßnahme gilt die regelmäßige Entwurmung des Hundes.

Der Dickhalsige Bandwurm tritt bei Hunden sehr häufig auf. Er wird auch als Finnen- oder Katzenbandwurm bezeichnet und tritt gehäuft bei Katzen und Füchsen auf. Er wird bis zu 60 cm lang und setzt sich im Dünndarm fest. Als Zwischenwirte sind die Nagetiere bekannt. Für diesen Hundebandwurm ist der Mensch nicht empfänglich.

Der Gurken- bzw. Kürbiskernbandwurm kommt beim Hund weltweit am häufigsten vor. Zwischenwirte hierbei sind Milben oder Flöhe und durch Fressen dieser gelangen die Eier in den Darm des Hundes. Der ausgewachsener Hundebandwurm kann bis zu 70 cm lang werden. Die Übertragung auf den Menschen ist bei diesem Hundebandwurm äußerst selten.

Taenien und Mesocestoides spp. treten beim Hund eher selten auf. Zwischenwirte sind vor allem Nager.




Symptome beim Hund

Beim Hund löst ein Befall mit dem Hundebandwurm nur selten deutlich erkennbare Krankheitssymptome aus. Nur ein starker Befall kann sich in Abmagerung, Verstopfung oder auch Durchfall äußern. Die Hunde reagieren mit Lethargie, Abfall des Leitungsvermögens und mit glanzlosem und struppigem Fell. Die abgestoßenen Bandwurmglieder des Gurkenkernbandwurmes können in der Analregion oder im Kot auffallen. Auch können die beweglichen Glieder am After Juckreiz hervorrufen, was der Hund mit dem sogenannten "Schlittenfahren" beseitigen will.

Behandlung

Der Fuchsbandwurm muss mit Hilfe einer mikroskopischen Untersuchung nachgewiesen werden, um ihn behandeln zu können. Die Behandlung mit dem Hundebandwurm kann durch Wurmmittel einfach und effektiv erfolgen. Wenn eine Entwurmung regelmäßig alle drei Monate durchgeführt wird, können sich keine verschluckten Eier oder Larven zum ausgewachsenen Hundebandwurm entwickeln.

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hundewutz.de übernimmt keine Gewährleistung bezüglich der Richtigkeit dieses Textes. Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und darf den Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen, falls ihr Hund gesundheitliche Probleme haben sollte.