Demodikose

Was wäre der Mensch ohne seine geliebten tierischen Freunde? Viele Millionen Menschen und Haushalte leben heute mit einem Vierbeiner zusammen. Der Hund ist das zweitbeliebteste Haustier der Deutschen. Hunde und Tiere im Allgemeinen haben einen gewissen psychologischen Einfluss auf das Wohlbefinden eines Jeden. Damit sich die Vierbeiner rund um wohl fühlen können, ist es genauso wichtig wie beim Menschen auch, gesund zu sein.




Wie die menschlichen Lebewesen, können auch Hunde an verschiedensten Krankheiten erkranken. Zu einer speziellen Hauterkrankung zählt die Demodikose. Das ist eine parasitäre Hauterkrankung, bei der sich Demodexmilben exzessiv vermehren. Normalerweise gehören sie zur ganz gewöhnlichen Hautfauna behaarter Säugetiere. Die genaue Entstehung dieser Krankheit kann bisher nicht genau erklärt werden. Bisher geht man davon aus, dass die Demodexmilben vor allem dann auftreten, wenn dies bereits familiär veranlagt ist oder aber wenn ein Defekt von T-Lymphozyten erkennbar ist.


Wenn sich die Milben zu stark vermehren, kann es bei Hunden unter anderem zu haarlosen Hautstellen kommen. Die Milben vermehren sich direkt in den Haarfollikeln, also genau dort wo die Haare gebildet werden. Ähnlich wie beim Menschen kann es dann zu Rötungen, Juckreizen oder Schuppenbildungen kommen. Eine sehr unangenehme Erfahrung für einen Hund, da durch die betroffenen Stellen auch weitere bakterielle Infektionen entstehen können.

Eine Möglichkeit der Diagnose sind mikroskopische Untersuchungen, bei denen gezupfte Haare untersucht werden und dort gegebenenfalls dann bereits an den Wurzeln Demodexmilben erkannt werden.




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Hunde mit Demodikose dürfen sich nicht einer Behandlung mit Kortison-Medikamenten unterziehen, da sich diese negativ auf das Immunsystem auswirken. Man behandelt Demodexmilben mit sogenannten akariziden Mitteln. Bevorzugt werden hier unter anderem Bäder oder Waschungen. Es gibt auch Shampoos, welche Antibiotika enthalten, aber hautwirksam sind und somit angewendet werden können. Wer einen langhaarigen Hund hat, sollte diesem nach Möglichkeit das Fell kürzen, um die Anwendung von Shampoos besser und leichter vornehmen zu können.

Wichtig für die richtige Behandlung ist die Erkennung der richtigen Form von Demodikose. Man unterscheidet nämlich eine lokalisierte oder generalisierte Demodikose, da die darauf angesetzte Therapie doch sehr unterschiedlich ist. Lokalisierte Demodikose kann praktisch jeder Hund bekommen, vor allem aber jugendliche Hunde und solche, die an sich nur geringere Hautveränderungen aufweisen.
Generalisierte Demodikose, also vererbbare Hauterkrankungen, treten beim jungen Hund zwischen 1 bis 2 Jahren auf, und zwar dann, wenn eben ein Immundefekt vorliegt. Je nach Schwere dieses Defektes, richtet sich auch der Verlauf der Erkrankung.

Wie so oft im Leben ist die richtige Prophylaxe das A und O. Ständige Arztbesuche und Kontrolluntersuchungen sind unabdingbar, damit es Tier und Mensch zusammen rund um gut geht.


hundewutz.de übernimmt keine Gewährleistung bezüglich der Richtigkeit dieses Textes. Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und darf den Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen, falls ihr Hund gesundheitliche Probleme haben sollte.