fibrokartilaginöse Embolie

Die fibrokartilaginöse Embolie oder faserknorpelige Embolie ist eine häufige Krankheit bei Hunden. Sie ist eine spezielle Form eines Rückenmarkinfarkts, bei der Faserknorpel in die Blutgefäße eindringen und so den Infarkt auslösen. Die Krankheit ist Rassenunspezifisch, tritt jedoch vor allem bei älteren Tieren auf. Ebenso können in seltenen Fällen Hauskatzen von ihr betroffen sein.




Eine fibrokartilaginösen Embolie entsteht dadurch, dass das faserknorpelige Material der Wirbelsäulenbandscheiben in die Rückenmarksäste der Blutgefäße gerät. Dieses Material gelingt in den Hohlraum der inneren Organe und löst dadurch einen Infarkt des entsprechenden Rückenmarksegments aus.

Die Embolie tritt meist akut, wenn nicht sogar per akut auf und ist abhängig vom Ausmaß und Gebiet des Infarkts. Hals- und Lendenbereich sind am häufigsten betroffen. Ausfallerscheinungen wie Lähmungen (bei schweren Infarkten vor allem beide Hinterbeine oder aller Gliedmaßen) oder der Ausfall der Sensibilität sind häufig jedoch einseitig. Da eine Diagnose bei einer fibrokartilaginösen Embolie erschwert feststellbar ist, erfolgt sie mittels Ausschlussverfahren.

Bei einer festgestellten Erkrankung gibt es bisher noch keine wirksame Therapie. In der Anfangsphase der Krankheit ist das Verabreichen von entzündungshemmenden Glucocorticoiden wie Prednisolon oder Dexamethason ratsam. Eine Physiotherapie kann im weiteren Verlauf dazu führen, dass sich der Zustand des Hundes verbessert. Wie bei vielen Krankheiten ist eine Prognose vom Grad der Ausfallerscheinungen abhängig. Falls keine Schmerzwahrnehmung mehr vorhanden ist und somit eine schlechte Prognose gestellt wurde, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Lähmungen zurückbilden, eher gering. In solchen Fällen sollte eine Einschläferung des Hundes in Betracht gezogen bzw. durchgeführt werden.


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