Leptospirose - gefährlich für Hund und Mensch

Die bakterielle Erkrankung Leptospirose trifft Hunde vor allem in den warmen Jahreszeiten, da es die Erreger, die so genannte Leptospiren, gerne warm und feucht mögen. Die Krankheit ist für die Tiere außerordentlich gefährlich und kann im schlimmsten Falle sogar tödlich enden.




Die bakterielle Erkrankung Leptospirose trifft Hunde vor allem in den warmen Jahreszeiten, da es die Erreger, die so genannte Leptospiren, gerne warm und feucht mögen. Die Krankheit ist für die Tiere außerordentlich gefährlich und kann im schlimmsten Falle sogar tödlich enden.


Welche Symptome deuten auf Leptospirose hin?

Die Anzeichen für die Bakterieninfektion sind vielseitig. In den meisten Fällen kommt zu Fieber und grippeähnlichen Symptomen. Da die Bakterien auch den Darm befallen, daher gehören ebenso Schlappheit, Durchfall, Erbrechen und Appetitlosigkeit zu den möglichen Folgen. Des weiteren kommt es oft vor, dass sich die Schleimhäute und Augen gelblich verfärben. Das hat damit zu tun, dass die Bakterien Nieren und Leber der Hunde angreifen und schwer schädigen. Der Befall mit Leptospirose kann im schlimmst möglichen Falle zu Nieren- und Leberversagen und damit zum Organversagen führen. Es gibt allerdings auch Tiere, die keine Symptome zeigen und die Bakterien einfach wieder ausscheiden. Auch diese Tiere können an Folgeschäden erkranken, die oft erst Wochen später auftreten und meist ebenfalls mit den Nieren zu tun haben.


Wie kann gegen Leptospirose vorgegangen werden?

Vorsorge ist hier wichtig, aber auch schwierig, denn es gibt viele Unterarten von Leptospiren. In Deutschland existiert zwar eine Impfung, die schützt aber nur gegen zwei von ihnen. Trotzdem sollte sie regelmäßig vorgenommen werden. Des weiteren sollten Hunde vor allem im Sommer kein Wasser aus Pfützen saufen, denn hier fühlen sich die Bakterien am wohlsten. Der Kontakt mit Tieren, die im Verdacht stehen, an Leptospirose zu leiden, muss natürlich ebenfalls unterbrochen werden. Auch sollten Gegenden und Gegenstände gemieden werden, mit denen die erkrankten Tiere Kontakt hatten.


Wie wird Leptospirose therapiert?

Frühzeitiges Erkennen ist der beste Schutz für das Tier. Sollten erste Symptome, wie die oben genannten auftreten, ist es für Besitzer ratsam, sofort einen Tierarzt aufzusuchen und Blut-, sowie Urinproben nehmen zu lassen. Diese Untersuchung wird oft noch einmal im Abstand von einigen Wochen wiederholt. Aber schon nach der ersten Untersuchung kann der Arzt mit der Behandlung beginnen. Zum Einsatz kommen hauptsächlich Antibiotika, die die Leptospiren bekämpfen. Dazu werden stärkende Medikamente und Nährstoffpräparate zur Stärkung des Körpers eingesetzt. Ist die Krankheit weit fortgeschritten kann es für den Hund notwendig sein, an ein Dialysegerät angeschlossen zu werden.

Besitzer sollten in dieser Zeit alle Gegenstände, mit denen der Hund regelmäßig Kontakt hat, entweder abkochen, heiß waschen oder mit Heißdampf reinigen, um alle verbleibenden Bakterien abzutöten. Um zu verhindern, dass sich die Leptospirose verbreitet sollten die betroffenen Tiere entweder in einer sterilen Klinik oder in einem separaten Raum zuhause untergebracht und dieser Raum täglich gesäubert werden. In den meisten Fällen gehen die Schäden an Niere und Leber wieder zurück, wenn das Tier gesundet. Es können aber auch Dauerschäden bleiben.


Warnung für Menschen!

Die Leptospirose ist auch auf Menschen übertragbar und kann bei uns Nieren- und Leberversagen, Durchfall und Grippe verursachen und sogar Angriffe auf das Gehirn starten. Bei Kontakt mit einem infizierten Hund ist daher strickte Hygiene unablässig!

 

hundewutz.de übernimmt keine Gewährleistung bezüglich der Richtigkeit dieses Textes. Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und darf den Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen, falls ihr Hund gesundheitliche Probleme haben sollte.