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Niereninsuffienz beim Hund

Bei Tierhaltern hat sich schon seit längerem herumgesprochen, dass Katzen häufiger unter Niereninsuffizienz leiden. Bei den Haltern der etwa 5,5 Millionen Hunde in Deutschland ist hingegen weniger bekannt, dass ihre Tiere ebenfalls ein erhebliches Risiko haben, eine Niereninsuffizienz zu erleiden. Tatsächlich ist das Nierenversagen die zweit häufigste Todesursache beim älteren Hund. Aber Studien zeigten, dass bereits im Alter von 5 Jahren bei jedem fünften Hund Beeinträchtigungen der Nierenfunktion festgestellt werden können.




Akute und chronische Niereninsuffizienz


Man unterscheidet zwischen der akuten und der chronischen Niereninsuffizienz. Die erstere, akute Form kann nach Blutverlust, Schock, Nierensteinen und im Verlauf einiger Infektionskrankheiten sowie infolge von Vergiftungen auftreten. Sie ist lebensbedrohlich für das Tier, kann aber in vielen Fällen durch den Arzt beherrscht werden und bessert sich schnell, wenn die Ursachen beseitigt werden konnten.

Die chronische Form der Erkrankung entwickelt sich meist langsam. Die Ursachen sind im Nachhinein nicht leicht feststellbar, Infektionen, hoher Blutdruck, Medikamente und Umwelteinflüsse können eine Rolle spielen. Ohnehin ist eine gewisse Rückbildung des Nierengewebes Teil des natürlichen Alterungsprozesses.

Das große Problem bei chronischer Niereninsuffizienz ist, dass die Krankheit erst dann auffällig wird, wenn sie bereits sehr weit fortgeschritten ist. Denn erst wenn drei Viertel des Nierengewebes nicht mehr funktionsfähig sind, treten die klinischen Symptome einer Niereninsuffizienz auf. In diesem Stadium ist auch nicht mehr so viel zu machen wie bei einer rechtzeitigen Erkennung.


Wie erkennt man die chronische Niereninsuffizienz beim Hund?

Die Symptome einer fortgeschrittenen Nierenerkrankung sind nicht sehr spezifisch. Anfangs können häufige Mattigkeit und schnelle Ermüdbarkeit festgestellt werden, aber auch mehr und häufigeres Trinken und Wasserlassen. Auch Appetitmangel mit Abmagerung, Entzündungen der Mundschleimhaut, Veränderungen am Fell (Schuppen, Ekzeme) treten auf, Trübung der Augen, ferner Durchfall und Erbrechen.

Besser ist, eine eingeschränkte Nierenfunktion so frühzeitig wie möglich zu erkennen. Dazu dienen Blut- und Urinuntersuchungen, die der Tierarzt regelmäßig im Rahmen der jährlichen Vorsorgeuntersuchung durchführen sollte. Die Änderung des spezifischen Harngewichts (SHG) etwa ist bereits feststellbar, wenn noch bis zu 70% des Nierengewebes gesund sind.


Was tun bei eingeschränkter Nierenfunktion?

Für erkrankte Tiere gibt es salz arme Nierendiäten, die den Stoffwechsel entlasten und die Verschlechterung des Zustandes aufhalten. Immer sollte hinreichend Wasser für den Hund bereitstehen, da nierenkranke Hunde mehr Urin ausscheiden. Trinken sie nicht genug, so verlieren sie Körperflüssigkeit, was die Nieren zusätzlich belastet. Stresssituationen für den Hund sind zu vermeiden. Alle Medikamente sollten mit dem Tierarzt abgesprochen werden. Unter Umständen müssen Vitamin B und C zusätzlich zugeführt werden, da ihre natürliche Aufnahme bei eingeschränkter Nierenfunktion beeinträchtigt ist.


Wie kann man vorbeugen?

In erster Linie ist auf gesunde, artgerechte Ernährung und ausreichendes Trinkwasser zu achten. Es sollte vermieden werden, dass der Hund (jedenfalls häufig) gesalzene Speisen vom Esstisch der Menschen zu sich nimmt. Vor Umweltgiften, wie Farben, Chemikalien etc. muss der Hund geschützt bzw. davon ferngehalten werden, Medikamente sollte er nur auf tierärztliche Verordnung erhalten. Übergewicht ist auch beim Hund ein Risikofaktor für Nierenprobleme.

 

hundewutz.de übernimmt keine Gewährleistung bezüglich der Richtigkeit dieses Textes. Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und darf den Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen, falls ihr Hund gesundheitliche Probleme haben sollte.