Ohrmilben beim Hund

Wenn sich ein Hund ständig am Ohr kratzt oder andauernd seinen Kopf schüttelt, kann das Tier unter Ohrmilben leiden. Diese Parasiten beschädigen mit ihren Mundwerkzeugen die Ohrenhaut und verursachen einen starken Juckreiz. Es kann sogar zu einem Blutohr kommen. Der Hund kratzt sich, es entstehen kleine Hautabschürfungen mit Entzündungen oder nässenden Ekzemen. Das Ohr ist entzündet und geschwollen. Im Gehörgang bildet sich eine braun-schwarze Kruste. Meistens ist nur der äußere Gehörgang oder die Ohrmuschel befallen, haben sich die Ohrmilben jedoch bis zum Innenohr ausgebreitet, besteht die Gefahr des Durchbruchs des Trommelfells, das führt zu Gleichgewichtsstörungen und kann unbehandelt bis zur Ertaubung des Vierbeiners führen.



Bei Ohrmilben handelt es sich meist um eine Unterart der Räude-Milben, diese sind fleischfressend, sie ernähren sich vom Blut, Hautzellen und Gewebeflüssigkeit im Ohr und können sowohl bei Hunden als auch Katzen auftreten. Die Infizierung erfolgt in aller Regel von Hund zu Hund, meist vom Muttertier auf die Welpen. Allerdings ist auch eine Übertragung von Hunden und Katzen untereinander durchaus möglich. In den meisten Fällen ist eine Behandlung des Ohrmilbenbefalls beim Hund ohne Probleme durchführbar, allerdings muss die Behandlung frühzeitig und konsequent durchgeführt werden. Die beste Vorbeugung ist natürlich die regelmäßige Nachsicht, Pflege und Reinigung des Hundesohres durch Herrchen oder Frauchen.

Beim Verdacht auf Befall von Ohrmilben sollte unbedingt der Tierarzt aufgesucht werden, Ohrmilben sind stark ansteckend. Es existiert eine Reihe von Arten, die der Tierarzt durch einen Abstrich erkennen und mit den entsprechenden Medikamenten behandeln kann. Man kann aber durchaus selbst eine regelmäßige Ohrreinigung zu Hause durchführen.

Niemals darf man dabei in den Gehörgang des Hundeohrs eindringen oder Verkrustungen mit Gewalt entfernen, Wattestäbchen sind tabu. Das Hundeohr sollte man nur mit einem Küchentuch und warmem Wasser vorsichtig reinigen. Der Hund wird sich nach der Prozedur schütteln und Milbenkot verlieren. Hier hilft eine Schutzbrille. Zwei Tropfen Neemöl, einmal monatlich ins Hundeohr geträufelt, bietet einen guten Schutz vor erneuter Ansteckung.


hundewutz.de übernimmt keine Gewährleistung bezüglich der Richtigkeit dieses Textes. Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und darf den Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen, falls ihr Hund gesundheitliche Probleme haben sollte.