Parvovirose

Parvovirose ist eine akute, hoch ansteckende Erkrankung von Hunden, die erstmals in den frühen 70er Jahren entdeckt wurde. Das Virus hat eine Tendenz, reproduzierende Zellen schnell anzugreifen, wie die diejenigen, welche den Magen-Darm-Trakt bewohnen. Es wird geschätzt, dass Parvovirose bei 16 bis 48% der Fälle tödlich ist. Das Virus wird in großen Mengen im Stuhl von akut infizierten Hunden auch bis zu mehreren Wochen nach der Infektion ausgestoßen. Die Krankheit wird meistens durch einen oralen Kontakt mit infizierten Fäkalien übertragen. Parvovirose kann auch über die Haare und Füße eines Hundes, sowie auf kontaminierten Schuhen und anderen Gegenständen übertragen werden. Wenn der Hund die Fäkalien von seinen Haaren, Füßen oder anderen Gegenständen ableckt, welche in Kontakt mit dem infizierten Material gekommen sind, wird er mit der Krankheit angesteckt.



Risikofaktoren

Hunde jeden Alters können sich mit Parvovirose anstecken, je nach ihrer Impfungsgeschichte, aber manche Hunde sind anfälliger als andere. Sechs bis zwanzig Wochen alte Welpen sind besonders anfällig, weil die Immunisierung einige Zeit für einen völligen Schutz benötigen kann. Nicht geimpfte Hunde haben ebenfalls ein hohes Risiko an diesem Virus zu erkranken. Bestimmte Rassen haben zusätzlich ein erhöhtes Risiko an Parvovirose zu erkranken darunter Rottweiler, amerikanische Pit Bull Terrier, Dobermann und Deutsche Schäferhunde.

Hunde, die unter Stress oder andere Darminfektionen leiden (einschließlich Würmer) oder andere gesundheitliche Probleme haben, können auch ein höheres Risiko besitzen sich mit diesem Virus anzustecken.

Symptome

Symptome von Parvovirose Wenn bei Ihrem Hund die folgenden Symptome auftreten sollten, konsultieren Sie Ihren Tierarzt unverzüglich. Sollte Parvovirose die Ursache sein, ist eine frühzeitige Behandlung sehr wichtig. Häufige Anzeichen einer Parvovirose sind:

  • Erbrechen
  • Durchfall (eventuell blutig)
  • Teilnahmslosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber

Der effizienteste Weg jedoch, um Parvovirose zu diagnostizieren, ist das Virus oder die Virus-Antigene im Stuhl zu identifizieren.

Behandlung

Die Behandlung hängt von hängt vom Schwäregrad der Erkrankung ab und dient lediglich der Behandlung von Symptomen, bis der Virus vom eigenen Immunsystem besiegt wurde. Infusionstherapien, um eine Dehydratation zu bekämpfen, sind ebenfalls extrem wichtig. Medikamente werden auch in einigen Fällen verwendet, um das Erbrechen zu reduzieren. Antibiotika können auch verwendet werden, um eine sekundäre bakterielle Infektion zu verhindern, und in sehr schweren Fällen können Blut oder Plasma Transfusionen gegeben werden. Eine Hospitalisierung ist in der Regel erforderlich.

Vorbeugung

Eine Impfung ist die beste Vorsorge gegen Parvovirose und kann bei jedem Tierarzt durchgeführt werden. Bei Welpen wird der erste Impfstoff in der Regel bei einem Alter von 6 bis 8 Wochen verabreicht, und wird alle 4 Wochen wiederholt bis zu einem Alter von 16 bis 20 Wochen, mit jährlichen Impfungen im späteren Leben. Bis Welpen ihre letzte Impfung erhalten haben, ist es ratsam vorsichtig zu sein und den Kontakt mit anderen Hunden und Orten, an denen Hunde häufig ihr Geschäft verrichten (zum Beispiel Hundeparks), so weit wie möglich zu vermeiden. Wenn Sie einen Hund mit Parvovirus in Ihrem Haus hatten, sollten Sie vorsichtig sein und einen neuen Welpen oder nicht geimpften Hund erst mindestens sechs Monate (ggf. länger) nach dieser Zeit anschaffen, weil dieser Virus sehr lange überleben kann.


hundewutz.de übernimmt keine Gewährleistung bezüglich der Richtigkeit dieses Textes. Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und darf den Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen, falls ihr Hund gesundheitliche Probleme haben sollte.