Sebadenitis

Sebadenitis ist eine Hauterkrankung, bei der das Immunsystem die körpereigenen Talgdrüsen zerstört. Diese können sich nicht mehr regenerieren und werden dauerhaft fehlen. Die Drüsen befinden sich in der oberen Hautschicht und produzieren Talg, der durch eine Verbindung zur Hautoberfläche gelangt und sich dort auf der Haut verteilt. Dadurch wird die Feuchtigkeit der Haut reguliert und Krankheitserreger abgewehrt.

Erkrankt der Hund nun an Sebadenitis, ist die natürliche Schutzschicht der Haut nicht mehr gewährleistet. Dadurch wird die Haut schuppig, die Haare fallen büschelweise aus, es bildet sich vermehrt Hornhaut und sie ist anfällig für Bakterien, die juckende und eitrige Entzündungen hervorrufen.




Wie erkenne ich, ob mein Hund an Sebadenitis leidet?

Da Hautprobleme viele Ursachen haben können, ist die Diagnose von Sebadenitis sehr schwer. Auch der Krankheitsverlauf zeigt nicht, ob es sich um eine einfache Hauterkrankung oder eine Sebadenitis handelt. Denn meistens sind zwar zuerst Ohren oder Kopf betroffen, jedoch kann sie auch überall ausbrechen. Zudem verläuft die Krankheit in Schüben, da sie durch Ernährung oder Stress beeinflusst werden kann.

Damit Sie sicher sein können, unter welcher Krankheit Ihr Hund leidet, müssen Sie bei Ihrem Tierarzt eine Hautbiopsie durchführen lassen. Unter einer örtlichen Betäubung werden dabei verschiedene Hautproben entnommen und untersucht. An den Entnahme-Stellen entstehen dadurch ein paar Entzündungen, die aber nach 7 bis 10 Tagen wieder verheilt sind.




Wie wird Sebadenitis behandelt?

Leider kann man die Krankheit nicht heilen, man kann sie nur lindern. Das bedeutet, dass der Hund sein Leben lang behandelt werden muss.

Ihr Tierarzt wird Ihnen zunächst Antibiotika oder Cortisonpräparate gegen die bakteriellen Infektionen geben. Jedoch ist dies auch keine Lösung, denn sobald die Antibiotika wieder absetzt werden, bilden sich natürlich wieder neue Entzündungen. Und eine permanente Antibiotikabehandlung ist natürlich nicht empfehlenswert, sondern sehr gesundheitsschädigend!

Wenn Sie also sicher wissen, dass Ihr Hund an Sebadenitis leidet, sollten Sie auf die alternative Medizin zurückgreifen. Diese ist bei längerer Anwendung nicht so schädlich und war oft erfolgreich. Um den Schutzmantel der Haut wieder etwas herzustellen, können Sie Ihren Hund mit Bade-Ölen oder rückfettenden Shampoos bzw. Spülungen behandeln.


hundewutz.de übernimmt keine Gewährleistung bezüglich der Richtigkeit dieses Textes. Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und darf den Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen, falls ihr Hund gesundheitliche Probleme haben sollte.